ZZF lud zum Polit-Talk: Online-Diskussion über die Heimtierhaltung und den Tierhandel mit tierpolitischen Vertretern der Bundestagsfraktionen

15.06.2021

Vor kurzem fand die internationale Interzoo.digital – die Weltleitmesse der Heimtierbranche – des Verbands der deutschen Heimtierbranche ZZF statt. In dessen Rahmen sprachen in einem Politik-Talk in Form einer Online-Podiumsdiskussion Vertreter der einzelnen Bundestagsfraktionen offen über Heimtierhaltung und Tierhandel. Als tierpolitische Expertinnen und Experten der Bundestagsfraktionen waren Renate Künast (Bündnis 90 / Die Grünen), Hiltrud Lotze (SPD), Jan Nolte (AfD), Judith Skudelny (FDP), Dr. Kirsten Tackmann (Die Linke) und auch ich dabei. ZZF-Geschäftsführer Gordon Bonnet und Dr. Stefan K. Hetz, wissenschaftlicher Fachreferent Heimtiere des ZZF, gingen dabei Fragen zum Tier-und Artenschutz sowie dem Handel mit Heimtieren mit uns Politikern auf den Grund.

Heimtiere hätten in Deutschland mittlerweile eine zunehmende Bedeutung, so ZZF-Präsident Norbert Holthenrich. Laut einer Skopos-Studie, die der ZZF gemeinsam mit dem Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) jährlich in Auftrag gibt, leben Heimtiere inzwischen in fast jedem zweiten Haushalt in Deutschland und in 66 Prozent aller Haushalte mit Kindern. Für den ZZF stehe die Verantwortung für das Wohl des Tieres an erster Stelle. Die Regeln der Gesetze, die der ZZF gerne noch verschärfen würde, seien dabei streng einzuhalten, jedoch bedinge dies andererseits auch eine zu starke Regulierung.

In der Podiumsrunde diskutierten wir über die Möglichkeiten, um Heimtierhaltung in Deutschland zu ermöglichen und zu unterstützen. Dabei sprachen wir über unsere Einstellung zu einer Erlaubnisliste für die Heimtierhaltung (sog. Positivliste) über den Online-Handel mit Tieren und über eine Sachkundeprüfung für den Zoofachhandel sowie einen Tierhalterführerschein. Themen, die die Gemüter schon mal erhitzen können.

Für meine Fraktion sprach ich mich für eine „faire Negativliste“ und einen würdevollen Umgang mit allen Tieren aus. Wir sind für pragmatische Lösungen und nur so viel Ordnungspolitik, wie nötig ist. Mehr als 90 Prozent der Tierhalter behandeln ihre Tiere ordentlich. In den Zoofachhandel und die Tierhalter haben wir Vertrauen, doch gibt es auch die sogenannten „Schwarzen Schafe“, die man finden und bestrafen muss. Natürlich kann mehr kontrollieren und zertifizieren teuer werden, aber Tiere dürfen keinesfalls zur „Ramschware“ werden!

Die komplette Podiumsdiskussion finden Sie unter „Mehr zum Thema“.