Vor-Ort-Termin bei der Laudenbacher Bergkirche – Bundesmittel tragen zum Erhalt des bedeutenden Wallfahrtsortes bei

15.07.2021

Bereits Mitte Mai konnte ich zusammen mit meiner Kollegin, Nina Warken, die gute Nachricht einer Bundesförderung für die Laudenbacher Bergkirche in Höhe von 260.000 Euro überbringen, für die wir uns beide stark gemacht hatten. Diese stammt aus dem 10. Denkmalschutz-Sonderprogramm der Staatsministerin für Kultur und Medien. Mit dem Geld sollen umfangreiche Renovierungsmaßnahmen am Turm, dem Innenraum, dem Sockel und im Bereich der Entwässerung erfolgen. Bei einem persönlichen Besuch vor Ort präsentierten uns Pfarrer Burkhard Keck und Hanns Berger, vom zuständigen Architekturbüro Berger Architektur und Denkmalpflege GmbH, wo genau die Bundesmittel investiert werden sollen. Begleitet haben uns zudem der Weikersheimer Bürgermeister Klaus Kornberger, Laudenbachs Ortsvorsteher Martin Rüttler sowie Vertretern der Lokalpolitik.

Die Bergkirche „Zur Schmerzensmutter“ in Weikersheim-Laudenbach, deren Gründung für das Jahr 1412 urkundlich belegt ist, ist ein bedeutender Wallfahrtsort des württembergischen Frankenlandes. Denn in der Region von Tauber, Kocher und Jagst machen sich bis heute zahlreiche Wallfahrerinnen und Wallfahrer auf den Weg, um in der Bergkirche zu verweilen und vor dem Gnadenbild der Schmerzensmutter zu beten. Der Bund hilft somit, ein Stück unseres Kulturerbes zu sichern und diesen bedeutenden Wallfahrtsort in meinem Wahlkreis zu erhalten. Davon profitieren dann wiederum auch mittelständische Bau- und Handwerksbetriebe.

Bei unserem Rundgang stellte auch Pfarrer Keck immer wieder die große Bedeutung der Laudenbacher Bergkirche für die Menschen aus der Region heraus und erklärte uns, wofür die Bundesmittel verwendet werden und was bei der Sanierung passiere. Neben der Verbesserung der Regenwasserableitung im Außenbereich sollen neue Bänke aufgestellt werden sowie das Pflaster teilweise erneuert werden. Die Stromzuleitung müsse ebenfalls angepasst werden. Im Innenbereich, so Architekt Hanns Berger, müsse das Klima in der Kirche reguliert werden und somit die Raumschale restauriert werden, da sich am Sockelputz im Chor Feuchtigkeitsschäden zeigen. Zudem werde die Schutzverglasung der Chorfenster auf ein hinterlüftetes System umgebaut.

Geplant ist, mit den Renovierungsmaßnahmen im kommenden Jahr zu beginnen, wobei der Wallfahrtsbetrieb möglichst wenig davon beeinträchtigt werden solle. Einige Vorarbeiten – wie das Abmontieren der Madonna von der Turmspitze zwecks Renovierung – könne man aber noch in diesem Jahr angehen.

Laut Pfarrer Burkhard Keck habe die Restaurierung der Bergkirche einen Umfang von 1,4 Millionen Euro. Die Kirchengemeinde will aus Rücklagen und Spenden 205 000 Euro aufbringen. Dazu kommen weitere Gelder aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm oder von der Diözese. Ich freue mich sehr, dass trotz der mehrfachen Überzeichnung des Denkmalschutz-Sonderprogramms X diese großzügigen Fördermittel in den Main-Tauber-Kreis fließen.