Update: COVID-19-Impfkampagne und Impfgipfel

27.04.2021

Seit Beginn des zweiten Quartals hat die Impfkampagne deutlich an Fahrt aufgenommen: Stand 24. April 2021 wurden knapp 19 Millionen Deutsche (22,8 %) mindestens einmal geimpft, 5,85 Millionen (7 %) haben bereits ihre Zweitimpfung erhalten. Somit ist bereits mehr als jeder fünfte Deutsche mindestens einmal geimpft, im Laufe dieser Woche wird es jeder vierte sein, im Laufe des Monats Mai jeder dritte. Mehr als 50 Prozent der Über-60-Jährigen sind zudem in vielen Bundesländern bereits geimpft.

Seit der zweiten Aprilwoche werden in einem eingespielten planerischem und logistischen Ablauf zwischen Bund, pharmazeutischem Großhandel, Apotheken und niedergelassenen Ärzten zum Anfang einer Woche mindestens eine Million Dosen an die Arztpraxen geliefert und dort innerhalb der Woche veri mpft. Mittlerweile beteiligen sich über 65.000 Ärztinnen und Ärzte an der Impfkampagne.

Beim gestrigen Impfgipfel zwischen Bund und Ländern ging es insbesondere um die Aufhebung der Impfpriorisierungen.

Hintergrund: In vielen Bundesländern seien die Priorisierungsgruppen 1 und 2 bereits geimpft, so die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Daher könne man davon ausgehen, dass Personen aus der Priorisierungsgruppe 3 im Laufe des Monats Mai eine Erstimpfung erhielten. Eine Aufhebung der Impfreihenfolge bereits im Juni wäre damit möglich. Das bedeutet, ab Juni könne sich jeder, der geimpft werden möchte, um einen Impftermin bemühen. Auch die Betriebsärzte könnten dann ab Juni verstärkt in die Impfkampagne einsteigen.

Nach wie vor gelte, wer sich impfen lassen möchte, soll grundsätzlich bis zum Ende des Sommers auch ein Angebot erhalten – vorausgesetzt die Impfstoffe sind wirksam und schützen auch vor den Mutationen des Virus.

Ein weiteres wichtiges Thema beim Impfgipfel waren die Beratungen über mögliche Erleichterungen für Geimpfte und Genesene. Eine Gleichstellung von Genesenen und geimpften erfolge dann, wenn entweder die Erkrankung noch nicht länger als sechs Monate zurückliegt oder aber die Genesenen eine Impfdosis plus 14 Tage für die Herausbildung des Immunschutzes haben. Für diese Personen gelte dann eine Befreiung von der Vorlage eines negativen Corona-Testes etwa beim Einkaufen oder Friseurbesuch. Auch die Pflichtquarantäne nach der Einreise aus dem Ausland solle für Geimpfte wegfallen.

Doch was bedeutet das: geimpft, genesen, getestet?

Geimpfte
• Personen, die nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) über einen vollständigen Impfschutz mit von der Europäischen Union zugelassenen Impfstoffen verfügen (je nach Impfstoff eine oder zwei Impfungen).
• Die Impfung muss 14 Tage zurückliegen, der Nachweis ist digital oder analog vorzulegen.

Genesene
• Personen, die ein mindestens 28 Tage zurückliegendes positives PCR-Testergebnis nachweisen können (dieses gilt bis zu sechs Monate, denn so lange kann man von einem ausreichenden Immunschutz ausgehen).
• Wichtig: Ein Nachweis von SARS-CoV-2-Antikörpern reicht nach jetzigem Stand nicht aus, um eine sichere Aussage über die Immunität zu treffen.

Getestete
• Personen, bei denen ein negativer PCR-Test oder ein negativer (Antigen-)Schnelltest durch geschultes Personal festgestellt oder ein negativer (Antigen-)Selbsttest durch geschultes Personal überwacht wurde.

Nach jetzigem Kenntnisstand haben Geimpfte und Genesene ein geringeres Risiko, andere Menschen anzustecken. Dennoch heißt es nach wie vor: Maske tragen, Abstand halten und Hygiene beachten.

Weiter Informationen und Details zum Stand der Impfkampagne finden Sie unter „Mehr zum Thema“.