Pressemitteilung: Im gemeinsamen Einsatz für den Ländlichen Raum

20.05.2021

Alois Gerig beim Arbeitsgespräch der Bundeskommission Landwirtschaft und Ländlicher Raum der Jungen Union Deutschlands

„Der Ländliche Raum galt lange als abgehängt. Spätestens seit Corona ist wieder eine ‚Lust aufs Land‘ entstanden“, freute sich der CDU-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft, Alois Gerig, im virtuellen Arbeitsgespräch der Bundeskommission Landwirtschaft und Ländlicher Raum der Jungen Union Deutschlands. Gemeinsam engagieren sich dort junge Menschen auf politischer Ebene für die Belebung der Ländlichen Räume und die Themenfelder Ernährung, Verbraucherschutz sowie Land- und Forstwirtschaft. Seit diesem Frühjahr bringt sich dort auch der Neckar-Odenwälder Tobias Münch (Schlierstadt) ein. „Man kann nicht oft genug für den Ländlichen Raum und seine Vorzüge werben, am besten gelingt es, wenn man gemeinsam dafür kämpft und sich ständig über neue Entwicklungen austauscht“, ist Münch überzeugt.

„Der Ländliche Raum braucht junge Kämpfer, denn die Chancen für eine erfolgreiche Zukunft stehen so gut wie lange nicht“, so der Bundestagsabgeordnete Gerig. „Junge Familien sind wieder bereit, aufs Land zu ziehen. Die Nachfrage nach Bauplätzen ist hoch wie selten zuvor. Deshalb ist es umso wichtiger, die Infrastruktur und Daseinsvorsorge, beispielsweise durch eine stetige Innenentwicklung, Digitalisierung oder Modelle wie die Landarztquote zu sichern. Außerdem thematisierte der Abgeordnete die Entwicklungsbereiche erneuerbare Energien. Kürzlich habe er im Bundestag einen entsprechenden Antrag zum Thema Agriphotovoltaik angestoßen. „Diese Art der Energiegewinnung ermöglicht den so wichtigen Erhalt landwirtschaftlicher Flächen und leistet somit nicht nur einen Umweltbeitrag, sondern sichert damit auch die Lebensmittelversorgung“, so Gerig, wofür er breite Zustimmung der Arbeitsgruppe erhält.

Während der Diskussion stellte sich Alois Gerig auch einigen kritischen Fragen aus den Reihen des CDU-Nachwuchses: Im Fokus stand dabei vor allem das Baulandmobilisierungsgesetz, welches neue Möglichkeiten eröffne, dagegen andere Anstrengungen, wie die Eindämmung des Flächenverbrauches, aber auch konterkariere.

Als weiteres bedeutendes Thema wurde die Versorgung mit Lebensmitteln und regionalen Produkten diskutiert. Hier braucht es  die Wertschätzung aus der Bevölkerung. Deshalb kämpfe man im politischen Diskurs für eine bundesweite Imagekampagne, um Produkte von heimischen Erzeugern zu bewerben. Eng verbunden ist damit auch die Stärkung vom ländlichen Tourismus.

Breiten Raum nahm zuletzt die aktuelle Situation in den Wäldern und am Holzmarkt ein. Hier sprachen sich die Beteiligten einhellig für die Honorierung der Ökosystemleistung unserer Wälder aus. Solche Mittel aus der CO2-Abgabe werden unmittelbar dem ökologischen Waldkreislauf zugeführt. Somit kann der heimische Wald sukzessive zukunftsfähig umgebaut werden.

Abschließend mahnte Alois Gerig, insbesondere in seiner Funktion als forstpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, zu Ruhe und Besonnenheit am Holzmarkt: „Die Sägewerke laufen auf Hochtouren. Die Nachfrage nach Holz ist überproportional hoch, aber holzverarbeitende Betriebe sollten jetzt nicht in Panik verfallen und überhastet ihre Lager füllen. Es gibt genügend Holz, sehr viel Schadholz liegt noch im Wald. Dies ist bei entsprechender Verwendung nicht schlechter als Frischholz, sondern hat, wenn überhaupt, leichte Blaufärbung, was aber beispielsweise in einem verbauten Dachstuhl keine Rolle spielt.“