Pressemitteilung: Herausforderungen des Arbeitsmarktes - Alois Gerig im Gespräch mit Arbeitsagentur-Leiterin Elisabeth Giesen

17.03.2021

Digitalisierung, ökologische Transformation, Globalisierung und Corona: Der Arbeitsmarkt steht vor vielen Herausforderungen. Was dies für die Beschäftigten und Unternehmen in der Region bedeutet, darüber sprachen Elisabeth Giesen, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim, und der Bundestagsabgeordnete Alois Gerig.

Mit einer Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent im Februar gehört die Arbeitsagentur zu den Agenturen mit der geringsten Quote in Baden-Württemberg. „Der Arbeitsmarkt hat sich in unserem Agenturbezirk relativ gut gehalten. Das Ausmaß der Veränderungen am Arbeitsmarkt zeigt sich aber deutlich im Vergleich zum Vorjahr“, so Elisabeth Giesen. Die Arbeitslosenquote betrug im Februar 2020 3,0 Prozent und das Angebot an Stellen war um fast 14 Prozent höher. Die Kurzarbeit und Überbrückungshilfen zeigen Wirkung und verhindern einen noch höheren Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Viele Firmen erleben einen nie dagewesenen Auftrags- und Umsatzeinbruch. Sehr stark betroffen sind aktuell der Hotel- und Gaststättenbereich und die Tourismusbranche. Im Metall- und Maschinenbaubereich ist die Auftragslage weiterhin verhalten. Firmen im Zuliefererbereich sind gezwungen, sich neue Geschäftsfelder zu erschließen. „Die Sorgen und Nöte sind existenziell. Jetzt hängt alles davon ab, wie schnell es gelingt, die Pandemie erfolgreich einzudämmen und wie die Impfstrategien greifen“, so Alois Gerig.

Es gibt aber auch Unternehmen, bei denen es sehr gut läuft. Dazu gehören die Unternehmen, die im Bereich der Herstellung von Ventilatoren, Pharmaprodukten oder auch Glasprodukte wie Ampullen angesiedelt sind.

Der Bedarf an Fachkräften in der Region ist und wird auch weiterhin groß sein. Giesen und Gerig sehen in der Deckung des Fachkräftebedarfs, der Bewältigung des Strukturwandels durch Transformation und Digitalisierung sowie die demografische Entwicklung die größten Herausforderungen für den Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Und diese werden durch die Pandemie noch verstärkt.

„Wir müssen unabhängig der aktuellen Situation weiter daran arbeiten, die   Regionen Main-Tauber und Neckar-Odenwald für den Zuzug, aber auch für das Bleiben attraktiver zu machen“, betont der Bundestagsabgeordnete.

Mit dem Wandel Schritt halten, können Beschäftigte nur durch Weiterbildungen, die sich auch mit der Kurzarbeit kombinieren lassen. „Berufliche Qualifizierung bleibt unsere Königsdisziplin. Wir setzen alles daran, unsere Kundinnen und Kunden für berufliche Qualifizierung zu gewinnen und bis zur Integration zu begleiten“, so Agenturleiterin. Handlungsleitend sind für sie die Bedarfe der Wirtschaft.