Pressemitteilung: Bundestagsabgeordneter Alois Gerig MdB und Bürgermeister Dr. Lukas Braun im Austausch über Bahnübergänge der B 292

29.08.2020

Schon Anfang Juli hatte der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Odenwald-Tauber Alois Gerig (CDU) Bürgermeister Lukas Braun besucht, um mit ihm bundespolitisch beeinflusste Zukunftsthemen der Stadt Lauda-Königshofen zu besprechen. Bei einem Thema ist Gerig auf Brauns Bitte hin nun mit einer schriftlichen Anfrage an das Bundesverkehrsministerium herangetreten. Es geht um den doppelten Bahnübergang der Bundesstraße B 292 in Königshofen.

„Trotz des für uns ja erfreulichen engeren Bahntaktes haben wir erhebliche Probleme mit der höhengleichen Kreuzung der B 292 über die Frankenbahn und die Tauberbahn“, erläuterte Braun. Die Schranken blieben bisweilen etwa 8 Minuten geschlossen. Dies seien in Summe mehrere Stunden am Tag. „Dieser Zustand ist auf einer Bundesstraße eigentlich unerträglich,“ findet der Bürgermeister.

Der doppelte Bahnübergang behindere den Verkehrsfluss, führe zu unübersichtlichen Rückstaus und störe unter anderem die Erreichbarkeit des Königshöfer Gewerbegebietes „Becksteiner Weg“ sowie wichtiger Unternehmensstandorte in Lauda. Im schlimmsten Fall könnten die geschlossenen Schranken sogar Rettungseinsätze in Richtung Beckstein oder Sachsenflur verzögern. Dies sei in der Vergangenheit leider schon vorgekommen, berichtete Braun dem CDU-Bundespolitiker. „Dieser Umstand könnte sogar dazu führen, dass Menschenleben aufs Spiel gesetzt werden – ein unhaltbarer Zustand!“, meint auch Alois Gerig.

Braun hatte Gerig daher auf eine erst im März dieses Jahres in Kraft getretene Änderung des Eisenbahnkreuzungsgesetzes angesprochen, welche die schwarz-rote Bundesregierung vorangetrieben hatte, um problematische Bahnübergänge künftig schneller zu beseitigen. Während bauliche Maßnahmen, die zur Beseitigung höhengleicher Bahnübergänge führen – zum Beispiel Überführungen – früher zu jeweils einem Drittel von Bund, Bahn und Straßenbaulastträgern getragen werden mussten, wurde diese Finanzierung nunmehr durch die Einbeziehung der Länder und eine Erhöhung des Bundesanteils neu geregelt.

Braun sieht darin mittelfristig eine mögliche Chance. „Wir haben hier nicht nur einen problematischen und für die Bahn bei den Betriebskosten teuren Bahnübergang, sondern auf wenigen Metern gleich zwei hintereinander, und dies auf einer viel befahrenen Bundesstraße. Meines Erachtens müssten Bund, Bahn und Land ein großes Interesse an einer Lösung haben“, meint der Bürgermeister. „Die Problematik vor Ort ist ja schon länger bekannt, daher möchte ich hier gerne meine Hilfe anbieten und beim Bundesverkehrsministerium eine Stellungnahme zum Sachstand einfordern“, so der Bundespolitiker unterstützend. “Wenn dadurch die Angelegenheit ins Rollen gebracht wird oder zumindest in den Fokus der Behörden rückt, wäre das schon ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.“

Wenn es zur geplanten Ortsumfahrung Königshofen der B 290 mit Einhausung komme, stelle sich ohnedies die Frage, wo die B 292 künftig in die B 290 münden solle. Innerorts sei dies dann kaum mehr möglich. Insofern ist nach Brauns Ansicht neben einer Bahnüberführung an Ort und Stelle auch eine Verlegung der B 292 nach Norden eine Prüfung wert. Der Bürgermeister will nun mit Hilfe von Gerig einstweilen ausloten, inwiefern bei den Verkehrsbehörden grundsätzlich Gesprächsbereitschaft hinsichtlich einer Beseitigung der höhengleichen Bahnkreuzung besteht.

Eine inhaltliche Antwort der Verkehrsbehörden von Bund und Land auf Gerigs Anfrage steht noch aus, Braun sieht aber bereits erste Fortschritte. „Mit seiner Anfrage beim Bundesverkehrsministerium hat Herr Gerig schon jetzt erreicht, dass die massiven Probleme am Doppelbahnübergang endlich ins Bewusstsein der übergeordneten Behörden in Stuttgart und Berlin gelangt sind“, sagte Braun. Dies gehe aus verschiedenen Nachfragen bei der Stadt hervor. Dafür gelte Gerig sein Dank, sagte Braun.