Pressemitteilung - Alois Gerig: Nach Bundesratsvotum zur Ferkelkastration ist nun der Bundestag am Zug

Mit Enttäuschung nahm Alois Gerig, Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft des Bundestages, das Votum des Bundesrates zum Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration auf: „Eine Verschiebung des Verbots um zwei Jahre hätte allen Beteiligten mehr Zeit gegeben, praxistaugliche und tierschutzgerechte Lösungen zu erarbeiten – so steht die Schweinehaltung in Deutschland vor großen Problemen.“

Wird die betäubungslose Ferkelkastration zum 1. Januar 2019 verboten, ist zu erwarten, dass mehr kastrierte Ferkel aus dem Ausland nach Deutschland importiert werden. Das bedeutet nicht nur mehr Tiertransporte - die importierten Ferkel würden auch nach Methoden kastriert, die in Deutschland verboten wurden. „Dieser Irrsinn ist nicht im Sinne des Tierwohls und den Verbraucherinnen und Verbrauchern nicht vermittelbar“, ist sich Alois Gerig sicher.

Nach dem Scheitern der Bundesratsinitiative sieht der CDU-Bundestagsabgeordnete nun den Bundestag am Zug, um Schaden von der Schweinehaltung in Deutschland abzuwenden. Denn besonders kleine Betriebe könnten in der Kürze der Zeit nicht auf alternative Methoden zur Ferkelkastration umstellen und würden aufgeben.

„Die Koalitionsfraktionen sind gefordert, sich unverzüglich auf einen Gesetzesentwurf zu verständigen und das Verbot der betäubungslosen Kastration zu verschieben“, mahnt Alois Gerig. Insbesondere die SPD müsse sich bewegen: „Die Sozialdemokraten müssen sich fragen lassen, ob sie mehr Tiertransporte, damit weniger Tierwohl und eine Beschleunigung des Strukturwandels tatsächlich wollen.“