PPP-Stipendiat Christian Klenk zurück aus den USA: „Das Jahr war für mich lebensverändernd!“

19.08.2019

Vor einem Jahr ging es für den Creglinger Christian Klenk mit großer Vorfreude, aber auch etwas mulmigem Gefühl über den großen Teich in die USA. Im Rahmen des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) hatte der 21-Jährige als „Junior-Botschafter“ die einmalige Chance, mittels des Stipendiums des Deutschen Bundestages als junger Berufstätiger in den USA nicht nur berufliche, sondern auch Lebenserfahrungen zu sammeln.

„Es war lebensverändernd“, resümiert Christian Klenk über dieses Ausnahmejahr. Darüber wollte ich als sein Pate natürlich mehr erfahren, so dass ich ihn kurz nach seiner Ankunft in der Heimat zu einem gemeinsamen Gespräch auf den Schlempertshof einlud.

Vor seinem Abflug herrschte bei dem zukünftigen „Junior-Botschafter“, der beim Harthausener Global Player Wittenstein SE im Februar 2018 seine Ausbildung zum technischen Produktdesigner abgeschlossen hatte, große Ungewissheit. Anfänglich wusste er nicht einmal, wo in den USA er sein Jahr verbringen werde. Alles, was er in Erfahrung bringen konnte, war, dass er ein halbes Jahr auf einem College sein werde und das restliche halbe Jahr als Praktikant arbeiten würde.  Letztendlich ging es dann für Christian in den US-Bundesstaat Wyoming, genauer gesagt in die Stadt Powell. In einem Studentenwohnheim untergekommen, fand er dann auch schnell Anschluss. „Auch unter der Prämisse, dass alle in der gleichen Situation stecken, findet man hier richtig gute Freunde“, betont er bei unserem Gespräch und lobt auch den Kontakt zur betreuenden Organisation „Cultural Vistas“, der über den Bundestag organisiert wurde.

Im ersten Halbjahr drückte Christian Klenk dann erst einmal wieder die Schulbank und belegte Collegekurse. Im zweiten Halbjahr war er dann als Praktikant in einem Zuliefererbetrieb für die Ölindustrie tätig, wo er bei der Entwicklung dabei war und auch produktive Tätigkeiten durchführen konnte.

Seine Freizeit nutzte der 21-Jährige ebenfalls zur Erweiterung seines Horizonts und besuchte diverse Sehenswürdigkeiten, u.a. in den näher gelegenen Großstädten, und besuchte so manchen Nationalpark.

Bei meiner Frage, was für ein Fazit er aus diesem Auslandsjahr ziehen würde, schien der Creglinger etwas nachdenklich zu wirken. Im Ganzen denkt er zurück an sowohl „gute als auch schlechte Momente“. Fest stünde aber, dass es ein Jahr war, das viele seiner Ansichten und Gedanken stark verändert, ihm wertvolle Erfahrungen geschenkt und in den Vereinigten Staaten eine „positive Willkommenskultur“ vermittelt habe. Insgesamt habe sich der Aufenthalt in Powell daher für ihn gelohnt und er könne nur allen empfehlen, sich ebenfalls für das PPP zu bewerben. Wichtig sei nur, nicht gleich zu verzweifeln und aufzugeben, falls es mal nicht so gut laufe. Auch ich kann nur dazu raten, eine solche Chance zu ergreifen, denn diese hat man vermutlich nur einmal im Leben.

Bereits am 1. August ging es für Christian Klenk dann schon wieder in den heimatlichen Berufsalltag. Denn aufgrund eines sogenannten ruhenden Arbeitsvertrages, wurde dem Creglinger der Wiedereinstieg im Unternehmen nach seiner Rückkehr garantiert.