Podiumsrunde auf der digitalen Grünen Woche: „Gemeinsam für den Wald!“

25.01.2021

Unter diesem Motto stand die Podiumsdiskussion des Deutschen Forstwirtschaftsrates, an der ich letzte Woche im Rahmen der digitalen Grünen Woche zusammen mit andern Forstexperten teilgenommen habe.

Im Wald sieht man zurzeit die Auswirkungen des Klimawandels besonders deutlich: Der Wald ist krank. Sturm, Dürre und Schadorganismen haben ihm in den letzten Jahren stark zugesetzt. Das viele Schadholz überschwemmt den Holzmarkt und sorgt dafür, dass viele unserer Waldbäuerinnen und -bauern nicht mehr kostendeckend arbeiten können.

Das ist besonders verheerend, da genau jetzt in die Zukunft unserer Wälder investiert werden muss. Jetzt muss aufgeforstet werden und der schon begonnene Waldumbau zu klimastabilen Mischwäldern muss jetzt unterstützt werden. Hierbei war sich die Diskussionsrunde einig.

Wichtig ist mir aber, dass allen klar wird: Nur ein bewirtschafteter Wald kann den Unterschied machen! Nur ein bewirtschafteter Wald bietet Arbeitsplätze für 1,1 Millionen ArbeitnehmerInnen und dient als sicherer Raum für Erholungssuchende. Nur ein Wald, aus dem regelmäßig Holz für langlebige Holzprodukte entnommen wird, dient als echte CO2-Senke.

Natürlich gibt es Teile des Waldes oder ganze Naturschutz-Wälder, die unter besonderem Schutz stehen und so ein wichtiges Habitat für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt bieten - aber das betrifft eben nicht den Großteil der deutschen Wälder.

Deutlich wurde, dass das Bauen mit Holz eine wichtige Rolle einnehmen wird und einnehmen muss. So wird der Holzmarkt entlastet, zu einem angenehmen Wohnklima beigetragen, CO2 wird langfristig gebunden und fossile Energieträger werden eingespart. Damit wird der gesamte Bausektor nachhaltiger und die Arbeit unserer ForstwirtInnen gewinnt wieder an Bedeutung. Hierfür werde ich mich weiter in Berlin stark machen!

Auch in einem weiteren Punkt war sich die Diskussionsrunde einig: Unser Wald ist ein echtes Multitalent. Unser Wald erfüllt viele Funktionen. Vielen von uns ist klar, dass er als CO2-Senke dient, einen wichtigen Lebensraum für Tiere und Pflanzen darstellt, Arbeitsplätze schafft und Raum zum Entspannen bietet. Aber er leistet zudem Enormes für den Wasserschutz, den Bodenschutz, die Reinigung unserer Luft und bietet den nachwachsenden Rohstoff Holz. Für all diese Funktionen wollen wir den Wald entlohnen und die ForstwirtInnen bei der Bewirtschaftung ihrer Wälder unterstützen. Wie genau wir uns das vorstellen, findet ihr unter „Mehr zum Thema“.