LIGNA 2019: Hohe Leistungsfähigkeit der Branche – großer Schritt in die digitale Holzverarbeitung

11.06.2019

Wo kommt die holzbe- und -verarbeitende Industrie zusammen, um über smarte Lösungen und Zukunftsinvestitionen zu informieren? Genau: auf der LIGNA in Hannover – die Weltleitmesse für Werkzeuge, Maschinen und Anlagen zur Holzbe- und -verarbeitung. Als forstpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sowie Vorsitzender des Landwirtschafts- und Ernährungsausschusses im Deutschen Bundestag war ein Besuch der Messe daher obligatorisch. 1 500 Aussteller aus 50 Ländern haben eindrucksvolle Lösungen für die Zukunft präsentiert. Diese Gelegenheit habe ich genutzt, mich bei diversen Unternehmen aus der Heimat aus erster Hand über deren Innovationen zu informieren.

Mein Messerundgang begann beim weltgrößten Hersteller von Maschinen und Systemen für die Massivholzbearbeitung – der Michael Weinig AG aus Tauberbischofsheim. Mit CEO Gregor Baumbusch, CTO Dr. Mario Kordt, CFO Gerald Schmidt und Klaus Müller, Leiter Werbung, Marketing und Kommunikation, tauschte ich mich inmitten der über 5.000 m2 großen Ausstellungsfläche über die aktuellen Trends des führenden Technologieanbieters für die Massivholz- und Holzwerkstoffbearbeitung aus. Unter dem Motto THINK WEINIG machte die Weinig Gruppe über 55 Maschinen und Systeme in Live-Vorführungen für die Fachbesucher erlebbar.

Beim Unternehmen Richard Kablitz aus Lauda-Königshofen stellten mir Geschäftsführer Andreas Hehn-Mark und Vertriebsleiter Dieter Molitor ihre Biomasse-Heizkraftwerke sowie individuelle Kesselanlagen und Heißgaserzeuger zur CO2-neutralen Energieerzeugung vor.

Im Anschluss ging es für mich zum Standbesuch bei der Mosca GmbH aus Waldbrunn. Das Unternehmen stellte auf der fünftägigen Messe Maschinen zur Transportsicherung und Bündelung von Holzprodukten vor. Klaus Münch, Leiter Vertrieb bei Mosca, informierte mich im Gespräch vor allem über die ausgestellten Maschinen des Umreifungsspezialisten. Technik, die begeistert.

Bevor ich mich auf dem Messestand der Waldeigentümer und anschließend auf deren Benefiz-Forstabend über forstpolitische Themen austauschen konnte, besuchte ich zuvor noch die Unternehmen Fischer Elektromotoren aus Billigheim und Wood IQ Lohmeyer aus Tauberbischofsheim. Dabei gab mir Geschäftsführer Peter Fischer einen Einblick von der Entwicklung über die Fertigung bis zur Wartung und Reparatur seiner elektrischen Antriebssysteme.

Wood IQ Lohmeyer ist dagegen Branchenspezialist für Holzbearbeitungsmaschinen für den Korpusbau. Im Gespräch erläuterten mir Peter Lohmeyer, geschäftsführender Gesellschafter, und seine Ehefrau Tanja den umfangreichen Querschnitt ihrer Maschinen für den Korpusbau in Kombination mit intelligenter Software.

Fazit meines Messebesuchs: In Sachen Digitalisierung und Automatisierung hat sich eine deutliche Entwicklung gezeigt. Vornehmlich standen ganzheitliche Lösungskonzepte im Vordergrund. So können kleine bis große Handwerks- und Industriebetriebe den Marktanforderungen von heute und den Trends der Zukunft begegnen. Weiter so!