Letzte Rede im Deutschen Bundestag – Verabschiedung mit stehender Ovation

11.06.2021

Mit stehender Ovation wurde ich von den anwesenden Abgeordneten des Deutschen Bundestages fraktionsübergreifend nach meiner voraussichtlich letzten Plenarrede geehrt. Obwohl ich mich bis zu meinem letzten Amtstag und auch darüber hinaus weiterhin für meine Heimat Odenwald-Tauber einsetzen möchte, habe ich meine Redezeit genutzt, um mich unter anderem bei allen Weggefährtinnen und Weggefährten meiner zwölfjährigen Amtszeit zu bedanken. Sehr dankbar bin ich dafür, dass ich den Menschen im schönsten Wahlkreis Deutschlands, in den ländlichen Räumen und in der Grünen Branche in Gänze dienen durfte und stets großes Vertrauen von allen Seiten erhalten habe. Es war mir eine große Ehre und erfüllt mich mit Stolz.

Aber auch kritische Worte habe ich an meine Kolleginnen und Kollegen gerichtet. Wenn Hierarchie und juristische Bürokratie permanent pragmatische Lösungen verhindern, dann haben wir als Politiker zu viele Verwaltungsstellen geschaffen. Außerdem muss die Kommunikation verbessert werden, damit die Bevölkerung die Politik aus Berlin wieder besser nachvollziehen kann.

Trotz all der Reiberei zwischen den Fraktionen, ohne die die Demokratie nicht funktioniert, habe ich im Deutschen Bundestag aber auch das gefunden, was mir im Leben stets besonders wichtig war:  gegenseitigen Respekt, Wertschätzung und Unterstützung. Daher habe ich die Abgeordneten aufgefordert, diese wichtige Pflanze weiterhin zu pflegen.

Wenn ich auf meine Redebeiträge im Plenum zurückblicke, erinnere ich mich insbesondere an die Rede, die ich 2014 an meinem Geburtstag hielt. Am Ende meiner Rede stimmte Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth in der laufenden Plenarsitzung spontan ein Ständchen an. Ich hoffe, bald die Zeit zu finden, um all meine Erfahrungen, Gedanken und Anekdoten niederschreiben zu können.

Meine vollständige Plenarrede finden Sie unter "Mehr zum Thema".