Kreisbauerntag in Amorbach-Beuchen: Landwirte fordern mehr Wertschätzung

Auch wenn bei uns Landwirten die bereits seit langem anhaltende Dürre zurzeit das beherrschende Thema ist, so gab es doch auf dem Kreisbauerntag in Amorbach-Beuchen noch eine Vielzahl anderer „heißer Themen“ zu diskutieren.

In meiner Funktion als Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft bin ich als Hauptreferent daher gerne der Einladung des Kreisbauernverbandes gefolgt, um mit den zahlreich erschienenen Mitgliedern über die gegenwärtige und zukünftige Landwirtschaft im Spannungsfeld zwischen Gesellschaft und Politik zu sprechen.

In meinem Impulsvortrag war es mir besonders wichtig, die Probleme und Befürchtungen der Landwirte – ein bedauerlicherweise immer kleiner werdender Berufsstand – anzusprechen. Doch umso wichtiger war es mir auch, ihre wertvolle Arbeit zu stärken, denn ich bin davon überzeugt, unsere regional erzeugten Lebensmittel sind die besten der Welt! Kritisch sehe ich allerdings das gesellschaftliche Konsumverhalten: In einer Überflussgesellschaft, die sich jährlich leistet, elf Millionen Tonnen Lebensmittel wegzuwerfen, ist der Wunsch nach einer  Wertschätzung für Lebensmittel und ihre Erzeuger nicht immer ganz einfach.    

Bei unserer Diskussionsrunde im Anschluss an meinen Vortrag debattierten wir über Themen wie u.a. der Massentierhaltung, das Tierwohllabel, die Problematik bei der Ferkelkastration und auch die überbordende Bürokratie kamen zur Sprache. Der ein oder andere hatte dabei auch die Chance genutzt, um sich einmal so richtig Luft zu machen. Für mich ist dieser persönliche Austausch immer besonders wichtig, um die Anliegen der Landwirte – nicht nur aus meinem Wahlkreis – mit in die Ausschussarbeit zu nehmen, um dort gemeinsam mit meinen Kollegen an Lösungen zu arbeiten.