Klimaschutz braucht gemeinsamen Tatendrang – Baumpflanzaktionen im Main-Tauber- und Neckar-Odenwald-Kreis

09.10.2019

Der Klimawandel ist zurzeit nicht nur in Berlin mit dem Klimacamp das beherrschende Thema: Weltweit gehen junge Menschen auf die Straßen, um mehr Klimaschutz einzufordern – zu Recht! Rund um den Globus bedarf es erheblicher Anstrengungen, die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen und die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen.

Auch in meinem Wahlkreis bewegt das Thema Klimaschutz die Gemüter. Viele Bürgerinnen und Bürger sind in Sorge, dass der Klimawandel unsere Lebensgrundlagen zerstören könnte. Wer dieser Tage in unseren Wäldern unterwegs ist, bekommt einen Eindruck, was extremes Wetter anzurichten vermag. Nach dem zweiten Trocken-Sommer in Folge sind Deutschlands Wälder schwer geschädigt. Die Klimaschutzleistung des Waldes ist ernsthaft bedroht.

Als forstpolitischer Sprecher der CDU/CSU kämpfe ich dafür, dass der Wald in der Klimapolitik nicht zu kurz kommt. Unser Wald ist als Ökosystem, Klimaschützer, Erholungsraum, Rohstofflieferant und Wirtschaftsfaktor im ländlichen Raum unverzichtbar. Wir müssen unseren Wäldern jetzt helfen, damit sie ihre wichtigen Aufgaben auch für kommende Generationen erfüllen können.

Wie das funktionieren kann, zeigen zwei Baumpflanzaktionen in der vergangenen Woche. Zum Tag der Deutschen Einheit haben viele freiwillige Helferinnen und Helfer in Bad Mergentheim-Markelsheim und in Buchen-Bödigheim mitangepackt und neue Laubbäume gepflanzt.
Zusammen mit Landesinnenminister Thomas Strobl, Landesforstminister Peter Hauk, Landrat Reinhard Frank, Landrat Dr. Joachim Brötel, Oberbürgermeister Udo Glatthaar und BAGeno-Geschäftsführer Berthold Walter und habe auch ich mit angepackt und neue Bäume gepflanzt.

Die große Resonanz macht mir Hoffnung, dass wir beim Klima- und Waldschutz gemeinsam viel erreichen können. Ich begrüße daher auch den Vorschlag von Bundesforstministerin Julia Klöckner, für unseren Wald Bundesmittel in Höhe von 547 Mio. Euro bereitzustellen. So kann gemeinsam mit den Ländern ein Hilfspaket mit 800 Mio. Euro geschnürt werden. Vordringlich sind Schadensbeseitigung, Wiederaufforstung und Waldumbau – dabei brauchen besonders Kleinwaldbesitzer unbürokratische Hilfe. Ziel muss es sein, stabile Mischwälder zu schaffen, die dem Klimawandel besser standhalten.