Gute Neuigkeiten für die Weinregion Liebliches Taubertal!

26.11.2020

Heute Abend haben wir im Bundestag eine Reform des Weingesetzes beschlossen.

Dafür gab es drei gute Gründe: Einerseits mussten wir unser Gesetz den Normen der EU anpassen, andererseits wollen wir mehr Klarheit für die VerbraucherInnen schaffen und vor allem den Weinbauern und Weinbäuerinnen besserer Vermarktungschancen bieten.

Es stimmt: Die Weine aus Deutschland haben höchste Qualität. Seit vielen Generationen werden hervorragende Weine produziert und zugleich sind Weinberge in vielen Regionen Deutschlands ein einzigartiger Teil unserer bunten Kulturlandschaft, die jährlich zahlreiche Touristen anzieht!

Leider ist aber der Absatz von deutschen Weinen im In- und Ausland seit Jahren rückläufig. Das soll sich nun durch gutes Marketing ändern. Dafür stockt der Bund die Mittel zur Absatzförderung auf rund 2 Millionen Euro auf und erhöht sie damit um gut ein Drittel.

Auch der Klimawandel spielt im neuen Weingesetz eine Rolle: Es werden neue widerstandfähigere Rebsorten benötigt, die mit höheren Temperaturen, zunehmenden Wetterextremen und Schädlingsbefall zurechtkommen. Hierfür haben wir eine zügigere Markteinführung neuer Rebsorten möglich gemacht.

Mir liegen die Weinbauern und Weinbäuerinnen sehr am Herzen. Schon im Sommer habe ich daher viele Gespräche mit Vertretern der Weinbranche geführt und kenne die verschiedenen Sorgen innerhalb der Branche gut. Die WinzerInnen des lieblichen Taubertals waren mir dabei natürlich besonders wichtig. Hier habe ich mich explizit für gut umsetzbare Übergangsfristen stark gemacht.

Wie mir geht es vielen meiner KollegInnen, die aus Weinbauregionen stammen. Es war schön zu sehen, wie leidenschaftlich sie hinter den guten Weinen ihrer Regionen stehen und sich für sie einsetzen!

Im nächsten Jahr folgt dann mit der Weinverordnung der nächste Schritt, in der vor allem Regelungen zur genauen Herkunftsbezeichnung getroffen werden. Denn die Herkunft trägt durch Umwelteinflüsse wie Boden und Klima maßgeblich zur Weinqualität bei. Während das Weingesetz Sache von Bundestag und Bundesrat war, wird die Weinverordnung nun vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zusammen mit den Ländern erarbeitet.

Zusammen werden Gesetz und Verordnung unsere WinzerInnen zukünftig dabei unterstützen, ihre Absätze zu steigern. Davon profitieren dann die deutsche Weinkultur und alle Menschen in den Weinbauregionen gleichermaßen!