Förderung regionaler Erzeugnisse im Fokus beim Regionalen Bauernmarkt

Die Förderung von regionalen Erzeugern und deren Produkte ist mir als Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft stets ein wichtiges Anliegen. Entsprechend gern habe ich die Moderation der Podiumsdiskussion mit dem Titel „Essen zwischen Hektik und Genuss“ übernommen. Diese steht in Verbindung mit der Landeskampagne „Natürlich. VON DAHEIM“ und einer Ausstellung des Landwirtschaftsamtes. Die Podiumsdiskussion fand im Rahmen des Regionalen Bauernmarktes in Bad Mergentheim statt. Zusammen mit meiner Kollegin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, Staatssekretärin beim Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, und Demeter-Landwirt sowie „Grünkern-Botschafter“ Dietmar Hofmann aus Boxberg-Schwabhausen haben wir diskutiert, wie die Wertschätzung regionaler Lebensmittel gesteigert werden kann.

Eine der Kernfragen, mit denen wir uns beschäftigt haben, war, wie es uns gelingt, den Menschen den Genuss am Essen wieder näher zu bringen. Die Wertschätzung gegenüber Landwirten und den Erzeugern von Nahrungsmitteln ist zunehmend in den Schatten getreten – darin waren wir uns alle einig. Staatssekretärin Gurr-Hirsch betonte, dass es besonders wichtig sei, speziell Kindern hochwertige und gesunde Ernährung in Form von regionalen und saisonalen Produkten näherzubringen. Daraus ergebe sich eine gute Basis und auch für die Zukunft ein guter Lerneffekt.
Großes Potenzial läge zudem in den Gemeinschaftsverpflegungen in Schulen, Betriebskantinen und Kliniken. Bereist 40 Prozent der Ernährung mit einem Wert von 80 Milliarden Euro jährlich erfolgen in Form von Außer-Haus-Verpflegungen.

Landwirt und Grünkern-Erzeuger Dietmar Hofmann kritisierte bei unserem Austausch die Werbung von Discountern mit Billigpreisen. Diese trage dazu bei, dass am Ende doch nicht beim Erzeuger vor Ort, sondern im Billigmarkt eingekauft würde. Auch ich appelliere immer wieder, dass wir beim Einkauf versuchen sollten, auf regionale Produkte zurückzugreifen, die nicht Tausende von Kilometern transportiert wurden. Wir wollen eine Wertschätzung der bäuerlichen und handwerklichen Erzeugnisse. Das dient auch der Pflege und dem Erhalt der traditionellen Kulturlandschaft.

Bei einem anschließenden Rundgang unter Leitung von Michaela Patzel von der Bad Mergentheimer Kurverwaltung besuchten wir dann unter anderem mit Landwirtschaftsamtsleiter Meinhard Stärkel und Reinhard Friedrich, stellvertretender Vorsitzender des Bauernverbands Main-Tauber-Kreis, zahlreiche Stände des Bauernmarktes. Hier konnten wir uns ein umfassendes Bild von unseren hochwertigen regionalen Erzeugern und deren Produkten verschaffen.