Der Tanz in die Integration war erfolgreich – Integrations- und Präventionsprojekt Hiphop-Breakdance feiert 20-jähriges Jubiläum

19.10.2019

Was als sinnvolles Freizeitangebot mit Integrationsziel für Jugendliche mit und ohne Migration aufgrund der hohen Drogenkriminalität von Russlanddeutschen im Altkreis Buchen Ende der 1990er Jahre aus der Not heraus ins Leben gerufen wurde, konnte nun die Tage als beispielgebendes Integrations- und Präventionsprojekt Hiphop-Breakdance (IPHB) sein nun bereits 20-jähriges Jubiläum feiern.

Zu verdanken ist dies vor allem dem damaligen Sonderschulkonrektor und Buchener Gemeinderatsmitglied Volker Schwender, der die originelle Idee hatte, die jungen Migranten mit Hiphop und Breakdance von der Straße in die Sporthalle zu holen und damit weg vom Drogenkonsum. Der Plan ging auf und so konnte ich nun auch einmal persönlich danke sagen und mich bei der großen Jubiläumsparty von den Weltklassetänzern überzeugen, denn aus dem Projekt entwickelten sich Riesentalente: Insgesamt weist das Projekt zwei Weltmeistertitel, einen Vize-Weltmeister, drei Vize-Europameister und 19 Mal den Deutsche Meistertitel auf. Ein unglaublicher Erfolg! Großes Lob und Anerkennung verdienen dabei, neben den äußerst talentierten Tänzerinnen und Tänzern, insbesondere der Initiator Volker Schwender und der Chef-Choreograf der unterschiedlichen Tanzgruppen Kevin Sauer.

Das Integrations- und Präventionsprojekt Hiphop-Breakdance – auch unter dem Namen „Projekt 99“ bekannt – zeichnet sich durch eine Miteinbeziehung unterschiedlicher Personen- und Altersgruppen aus, egal welcher Nationalität, und zeigt beispielhaft, wie gute Integrationsarbeit gelingen kann. Hier ist etwas ganz Großes auf die Beine gestellt worden und das alles auf ehrenamtlicher Basis! Für die Zukunft wünsche ich dem „Projekt 99“ noch viele weitere erfolgreiche Jahre und zahlreiche Nachahmer in ganz Deutschland.