BUGA Heilbronn 2019 – Konzept der Nachhaltigkeit steht im Fokus

23.08.2019

Wohin das Auge schweift, gibt es prachtvolle und farbenfrohe Blumenmeere, in allen erdenklichen Ausführungen künstlerisch gestaltete Beete und Gartenanlagen und eine ganz besondere Atmosphäre, die man nur inmitten der Natur erfahren kann. All das bot sich mir bei meinem persönlichen Rundgang über die Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn. Auf Einladung des Zentralverbands Gartenbau e.V. (ZVG) besuchte ich die Tage die erfolgreiche Gartenausstellung und zog zusammen mit Präsident Jürgen Mertz, Vizepräsident Hartmut Weimann, Geschäftsführer der BUGA Hanspeter Faas und Generalssekretär Bertram Fleischer eine Art Halbzeitbilanz.

Seit 1951 bringt die Bundesgartenschau sozusagen als Stadtentwicklungsmotor wieder Leben an Orte, die durch Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, städteplanerische Fehlentwicklungen oder industrielle Nutzung nicht mehr attraktiv sind. Als traditionelle Gartenausstellung mit klassischen Gartenthemen und großem gärtnerischem Können belebt somit auch im Jahr 2019 die BUGA in Heilbronn ein fast 40 Hektar umfassendes Brachland neu. Mit einer integrierten Stadtausstellung geht die diesjährige BUGA aber auch neue Wege, indem sie ganz konkret das Konzept der Nachhaltigkeit in den Fokus stellt und einen Vorgeschmack auf das Heilbronner Stadtquartier Neckarbogen gibt.

Neben den Beweggründen und der schwierigen Umstände, die sich für die Planung der BUGA aufgrund der Stadtlage ergaben, erörterten mir die Vertreter des ZVG das Konzept der Nachhaltigkeit im Detail. Die 22 um Innenhöfe gruppierten Häuser der Stadtausstellung auf dem Gelände sind bewohnt und ihre Erdgeschossflächen als Teil der Ausstellung für die BUGA-Besucher geöffnet. Nach der sechsmonatigen Gartenausstellung werden im Stadtquartier Neckarbogen einmal bis zu 3500 Menschen wohnen und mehr als 1000 ihren Arbeitsplatz haben. Die zahlreichen Grünflächen und Seen sollen als grüne Oase des Quartiers erhalten bleiben. Urbanität und Natur, Stadt und Fluss, rücken dadurch näher zusammen. Ein tolles Konzept für eine nachhaltige, integrierte Stadtentwicklung.

Dass diese Bundesgartenschau erfolgreich ist und die Verbindung der verschiedenen Themenbereiche aus gärtnerischem Können, Bildung, Forschung und Innovation vom Publikum angenommen wird, zeige sich auch in den Besucherzahlen, so Präsident Jürgen Mertz. Diese lägen bisher eindeutig über den Erwartungen der Veranstalter. Dieses Gemeinschaftswerk der Bundesgartenschau aus Stadt und Region, Vereinen, Verbänden und Institutionen, Organisationen und Unternehmen hat nicht nur die Besucher, sondern auch mich überzeugt: Urbanität und Natur sind keine Gegensätze und ein echter Gewinn für den Menschen und seine Umwelt.