Auf die Spaten, fertig, los!

30.12.2020

Uns allen tut Bewegung und frische Luft nach den Feiertagen und dem vielen, guten Essen besonders gut. Und wenn man dies auch noch mit etwas Nützlichem verbinden kann, ist das umso schöner.

Wie Sie vielleicht wissen, haben unsere Wälder unter der Trockenheit und dem Schädlingsbefall der letzten Jahre extrem gelitten und viele Bäume sind dabei eingegangen. Wir brauchen aber intakte Wälder und gesunde Bäume um das klimaschädliche CO2 längerfristig zu binden.

Daher lautet die Devise: Ran an den Spaten und Bäume pflanzen!

Hier haben wir einige Tipps zusammengestellt, die Sie beachten sollten, bevor es losgeht:

1. Standortwahl - Welcher Platz ist der richtige?

Im eigenen Garten, auf Ihrem eigenen Grundstück oder sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber - vielleicht bietet das Firmengelände ja noch Platz? Hier gilt es aber darauf achten, dass der Baum nicht zu nah am Haus gepflanzt wird oder zu dicht an Wasserleitungen. Die Wuzeln mancher Bäume suchen genau dieses Wasser und beschädigen unter Umständen die Rohre.

Alternativ können Sie natürlich immer im Forstamt Ihrer Region nachfragen. Dort sprechen Sie dann auch direkt mit den Profis. Vielleicht findet sich – natürlich nach Absprache mit dem Förster!!! – im Wald ein geeignetes Plätzchen.

2. Baumartwahl – Standortfaktoren beachten!

Je nach Standort empfehlen sich die einen oder die anderen Bäume.

Folgende Fragen sind hier entscheidend: Wie sind die Lichtverhältnisse, also steht er in der prallen Sonne? Oder gibt es schon ein paar Bäume drum herum, die Schatten spenden? Wie sieht es mit dem Boden aus? Ist die Erde eher trocken oder eher feucht? Ist da viel Sand? Lehm? Oder sind da gar Steine zu finden? Diese Fragen sind von Bedeutung, wenn Sie lange Freude an Ihrem Baum haben wollen.

Und natürlich: Welche Baumart gefällt Ihnen? Vielleicht ja ein Obstbaum? Oder noch grundsätzlicher: Soll es ein Laubbaum oder ein Nadelbaum sein?

Vielleicht ja jetzt den eigenen Weihnachtsbaum für 2030 pflanzen!

3. Pflanzzeitpunkt – am besten bei Regen

Herbst, ein milder Winter oder das Frühjahr sind besonders gut geeignet. In dieser Zeit regnet es normalerweise auch ab und an, sodass dem Bäumchen gleich genügend Feuchtigkeit zur Verfügung steht. Also: Abgesehen vom Sommer und während starken und langen Frosts kann man Bäume immer pflanzen!

4. Naturdünger – der extra Schub an Energie

Eigentlich bringt so ein Setzling oder ein Bäumchen schon alles mit, was es braucht. Wollen Sie es aber noch mit einem extra Schub an Energie versorgen, dann einfach eine Handvoll Hornspäne (gibt’s im Gartencenter und bei Baumschulen) als Stickstoff-Langzeitdünger mit ins Pflanzloch zu den Wurzeln geben. Wenn der nächste Sommer wieder trocken wird, muss ab und an auch gegossen werden.

5. Schutz – Vorsicht ist besser als Nachsicht

So ein kleiner Baum mit frischen Trieben ist für so manches Reh ein echter Leckerbissen. Aber auch ein Hase knabbert gerne mal die zarten Spitzen bei kleinen Setzlingen ab. Daher empfehlen wir: Schützen Sie Ihre Bäumchen! Alles in Verbisshöhe gerne mit einem Drahtgeflecht schützen und dünne Stämmchen mit einem Schutz, wie z.B. einem Jutesack oder einer Kunststoffmanschette, umwickeln, damit der Rehbock, der daran gerne sein Gehörn fegt, nicht die Rinde beschädigt.

Ebenfalls sollte man gerade bei großen Bäumen überlegen, mit ein, zwei oder drei Stützpfählen zu arbeiten.

6. Woher den Baum bekommen?

Für die Geduldigen unter Ihnen – wie wäre es damit, einen Baum selbst zu ziehen? In einem kleinen Topf einfach eine Eichel, Kastanie oder sonstige Samen vorziehen und dann den Setzling auspflanzen. Das braucht allerdings viel Zeit.

Wer das nicht abwarten möchte, kann natürlich schon einen größeren Baum bei z.B. einer Baumschule aus der Region kaufen. Hier wird man zudem von echten Fachleuten beraten!

Unter „Mehr zum Thema“ können Sie gleich eine Baumschule in Ihrer Nähe finden. 

7. Ran an die Spaten!

So, genug geredet. Nun heißt es: Gummistiefel an und raus an die frische Luft!