Alois Gerig: „Keine Waffen in Kinderhände! Mädchen und Jungen sind keine Soldaten!“ – „Red Hand Day“ im Deutschen Bundestag

12.02.2020

Alljährlich setzt die Kinderkommission des Deutschen Bundestags mit der Teilnahme an der weltweiten Aktion des „Red Hand Day - Kinder sind keine Soldaten!“ ein Zeichen gegen den Missbrauch von Kindern im Krieg. Selbstverständlich war auch ich wieder dabei, um meinen persönlichen Beitrag mittels rotem Handabdruck zu leisten. Eine tolle Aktion, die ich gerne unterstütze und meine Hand im Kampf gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten zeige. Deshalb mein spontaner Appell: „Keine Waffen in Kinderhände! Mädchen und Jungen sind keine Soldaten!“ Denn: Kein Kind wird freiwillig Soldat!

Gemeinsam mit meiner Fraktion setzte ich mich dafür ein, die Rekrutierung von Kindern schnellstmöglich zu stoppen. Und dabei dürfen die Mädchen und Jungen nicht vergessen werden, die bereits durch diese Hölle gehen mussten. Diesen Kindern müssen wir die Chance auf ein besseres Leben ermöglichen.

Seit über 15 Jahren gibt es bereits die Aktion und den „Red Hand Day“, den internationalen Gedenktag, der an das Schicksal von Kindersoldaten erinnert. Er findet jährlich am 12. Februar statt. Hunderttausende rote Handabdrücke wurden bisher schon in über 50 Ländern gesammelt und an Politiker und Verantwortliche übergeben. Doch trotz vieler wichtiger Erfolge gibt es immer noch 250.000 Kindersoldaten weltweit.

Hintergrund des internationalen Gedenktages ist ein Zusatzprotokoll der UN-Kinderrechtskonvention, das die Beteiligung von Kindern unter 18 Jahren an bewaffneten Konflikten verbietet. Es trat am 12. Februar 2002 in Kraft.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden Kinder weltweit als Kämpfer in bewaffneten Konflikten missbraucht. Vor dem Hintergrund dieser Zahlen hat die Kinderkommission des Deutschen Bundestages (Kiko) nun zum siebten Mal zum „Red Hand Day“ eingeladen.

Die im Bundestag gesammelten roten Handabdrücke auf weißem Papier werden von der Kiko im Anschluss an die Protestaktion im Reichstagsgebäude an die Vereinten Nationen weitergeleitet.

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