Alois Gerig: Der „Stein aus Holz“ ist ein Baustoff der Zukunft!

06.11.2019

„Nachhaltiges Bauen mit Holz“ – dieses Thema ist heute aktueller denn je! Damit kennt sich das Unternehmen HFL Bausystem GmbH aus Neckarmühlbach richtig gut aus, so dass ich der Einladung des Unternehmers und Entwicklers Herbert Groschup zu einem Betriebsbesuch gerne gefolgt bin. Gleich zu Beginn begrüßte mich der Inhaber des Unternehmens mit den Worten: „Unser Baustoff ist eine der größten Innovationen auf dem Baustoffmarkt seit den letzten zwanzig Jahren.“ Zudem sei er patentiert und mit offizieller Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt). Das hat mich natürlich neugierig gemacht.

Bei einem Rundgang durch den Ausstellungsraum konnte ich mich dann von der Innovation des Baustoffs – dem Stein aus Holz – persönlich überzeugen. Das Produkt verbindet die Vorteile des Holzbaus und des Massivbaus miteinander. In den aktuellen Diskussionen rund um die Förderung des Landes Baden-Württemberg für den Hausbau ist dies ein wirklicher Meilenstein, denn damit ist der Holzbau auch im Massivbau möglich.

Das Geheimnis hinter dem innovativen Baustoff sei so einfach wie genial, wie mir Herbert Groschup am Beispiel vor Ort erklärte: Der Stein wird aus Holz produziert und mit mineralischen Zuschlägen, nach einem geheimen Rezept, gemischt und als Stein gepresst. Damit hat er die Form, wie Steine beim klassischen Mauerwerk. Die Arbeiter am Bau hätten damit ein Produkt, mit dem sie wie gewohnt arbeiten können. Der Unternehmer ist fest davon überzeugt: „In unserer Ökobilanz sind wir anderen Produkten aus dem Massivbau meilenweit überlegen.“

Es freut mich sehr, dass gerade in meinem Wahlkreis ein solch innovatives Produkt entwickelt und vertrieben wird. Mit dem umfangreichen Förderprogramm für den Holzbau ist das Land Baden-Württemberg auf dem richtigen Weg. Zudem ist das Thema der Holzverarbeitung aufgrund der großen Kalamitäten in den Nutzwäldern aufgrund der vergangenen zwei Dürresommer aktueller denn je. Somit ist es aus vielerlei Hinsicht auch sinnvoll, auf das Thema Holz zu setzen.

Dem pflichtete auch der Geschäftsführer der „proHolz Baden-Württemberg GmbH“, Christoph Jost, bei, der den Betriebsbesuch ebenfalls begleitete. Das Unternehmen setzt sich für eine stärkere Verwendung von Holz als Bau- und Werkstoff ein. Zudem unterstütze es Herrn Groschup insbesondere bei der Vermittlung von Kontakten, um mit ihnen das HFL-Bausystem zur Serienreife zu bringen und für einen breiteren Markt attraktiv zu machen, so der Geschäftsführer.

Die Idee hinter dem Bausystem des Entwicklers Herbert Groschup macht für mich viel Sinn, da das in den Wäldern Baden-Württembergs vorhandene Holz nicht verbrannt und damit das gebundene CO2 nicht freigesetzt wird, sondern damit Häuser gebaut werden. Ich bin davon überzeugt: Die Zeit ist reif, dass dieses innovative, ökologische und nachhaltige Nischenprodukt bald seinen Auftritt auf der großen Bühne bekommt!