Alois Gerig: "Der Dinkel ist ein Multitalent!"

10.09.2020

Mit der Bekanntmachung der EU-Kommission vom 13. Juli 2017 über die Bereitstellung von Informationen über Stoffe, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen, gibt die EU-Kommission Hinweise zur Allergenkennzeichnung. Darin vertritt die EU-Kommission die Auffassung, dass bei der Verwendung von Weizenarten wie u. a. Dinkel im Zutatenverzeichnis die Angabe der Getreidegattung Weizen erforderlich sei.

Für unsere Bauern stellt der Dinkel - als eine eigenständige Weizenart - allerdings eine gute Möglichkeit der Diversifizierung und damit eine wichtige Einkommensquelle dar. Für die Verbraucher steht er für heimische Landwirtschaft, für Regionalität und eine bewusste Ernährung. Auf der anderen Seite kann der Dinkel für Menschen mit Unverträglichkeiten aber auch eine gesundheitliche Gefahr sein.

Das sind Gründe, weswegen Dinkel eindeutig auf Produkten gekennzeichnet werden muss, so dass jeder weiß, was er oder sie da im Einkaufskorb liegen hat.

Deshalb habe ich als Agrarausschussvorsitzender den Anstoß für einen Runden Tisch "Dinkelkennzeichnung" gegeben. Die Veranstaltung befasste sich mit den verschiedenen Formen der Kennzeichnung und bot allen Beteiligten den Raum, ihre Position deutlich zu machen.

Ob es bei "Dinkel" bleibt, oder "Dinkel (eine Weizenart)" oder "Dinkelweizen" steht noch zur Debatte.

Mir ist es wichtig, dass Klarheit statt Verwirrung herrscht und dass Bauern weiter diese tolle Getreideart in einer vielfältigen Fruchtfolge gewinnbringend anbauen können.

Wie es ausgeht, ist noch ungewiss - aber ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass Produkte mit "Dinkel" auch klar als solche erkennbar bleiben!