Adelsheim im Fokus: Vor-Ort-Termin mit dem neuen Bürgermeister

11.02.2020

Seit September 2019 hat die Stadt Adelsheim einen neuen Bürgermeister: Wolfram Bernhardt – Zeit für ein persönliches Kennenlernen! Als Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises Odenwald-Tauber ist es mir ein großes Anliegen, mich persönlich bei einem neuen Stadtoberhaupt vorzustellen und so besuchte ich Adelsheim Anfang Februar, um mit dem Bürgermeister über aktuelle Projekte vor Ort zu sprechen.

Nach unserem Gespräch im Rathaus besichtigten wir den Neubau der Sport- und Kulturhalle sowie die Umgehungsstraße B292, deren erster Teilabschnitt bereits fertiggestellt ist. Bei dem Großprojekt, das der Bund mit rund 58 Mio. Euro gefördert hat, könne man in Adelsheim bereits jetzt schon die positiven Auswirkungen der Baumaßnahme in vielfältiger Hinsicht feststellen, so Wolfram Bernhardt. Nicht nur die Innenstadt sei wesentlich entlastet, auch der Business Park Adelsheim erfahre ein großes Interesse zahlreicher Unternehmen, die sich nach Fertigstellung der Umgehungsstraße dort ansiedeln wollten.

Im Anschluss informierte mich der Bürgermeister über diverse Wohnungsbau-Projekte in den geplanten Neubaugebieten in Adelsheim und Sennfeld. Die Erschließung von Neubaugebieten, so der Bürgermeister, zeige jedoch immer zwei Seiten einer Medaille: Einerseits sei der Wunsch nach Wohnraum vorhanden und gerade junge Familien seien oft auf der Suche nach bezahlbaren Bauplätzen, die der ländliche Raum biete. Auch ich erlebe schon seit geraumer Zeit in meinen Gesprächen vor Ort, dass gerade junge Menschen wieder mehr Lust aufs Land bekommen. Das begrüße ich sehr und muss weiter unterstützt werden! Doch die Kehrseite der Medaille sei, so Wolfram Bernhardt, dass die Erschließung von neuem Wohnraum auch eine Flächenversiegelung und damit ein Verlust von Flächen für die Land- und Forstwirtschaft bedeute. Unser gemeinsames Augenmerk – so waren wir uns einig – muss daher in Zukunft vor allem auf der Reaktivierung von Wohnraum in den Innenstädten liegen. Und auch die Schlagkraft des Tourismus im ländlichen Raum sollte weiter in den Fokus genommen werden. Das Bauland als Naherholungsgebiet wird noch gewaltig unterschätzt. Ich bin fest davon überzeugt, hier gibt es großes Potential.

Eine Betriebsbesichtigung der beiden Unternehmen TREFZ GmbH und KRAUSS GmbH rundete den Termin ab. Als Großhändler von Farben, Lacken, Bodenbelägen, Gardinen und Sonnenschutz versorgen beide Firmen die umliegenden Handwerksbetriebe der Region. Der Geschäftsführer beider Unternehmen, Michael Eberhard, führte durch die Büro- und Lagerräume und erläuterte sein Erfolgsgeheimnis. Beide Firmen würden großen Wert auf die Ausbildung legen. Die meisten Mitarbeiter der Stammbelegschaft haben selbst ihre Ausbildung in den Unternehmen gemacht. Wieder einmal zeigt sich, der Mittelstand ist die tragende Säule unserer ländlichen Wirtschaft. Solch vorbildliche Unternehmen wie TREFZ und KRAUSS bieten wichtige Ausbildungsplätze und damit echte Perspektiven für junge Menschen im ländlichen Raum!