Staatssekretär Norbert Barthle informiert sich vor Ort zur Verkehrssituation

18.10.2016

Auf Initiative von Wahlkreisabgeordneten Alois Gerig besuchte Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur, die Stadt Lauda-Königshofen und die Gemeinde Hardheim. Anlass des hohen Besuchs sind die geplanten Ortsumgehungsstraßen in Lauda-Königshofen und Hardheim.

Hintergrund des Treffens in Lauda-Königshofen ist die seit langem diskutierte und vorgesehene Ortsumgehung sowie deren Einstufung im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 als sogenannter ‚vordringlicher Bedarf‘, welches als höchste Kategorie anzusehen ist. Schon im April dieses Jahres hatte Alois Gerig mit Bürgermeister Thomas Maertens und Stadtbaumeister Tobias Blessing mit Staatssekretär Norbert Barthle in Berlin ein entsprechendes Gespräch geführt. Ziel war es, die große Bedeutung des Einzelprojektes zu verdeutlichen sowie dessen Verbleib im BVWP-Entwurf sowie dessen Dringlichkeitsstufe bis zur Beschlussfassung zu bewirken.

In Lauda-Königshofen konnte sich nun der Staatssekretär bei seinem Besuch ein eigenes Bild von der hohen Dringlichkeit einer Umgehungsstraße machen und konstatierte: „Man kann bereits innerhalb nur weniger Minuten deutlich erkennen, welche starke Verkehrsbelastung auf dieser Ortsdurchfahrt selbst zur frühen Nachmittagsstunde herrscht.“ Bei einer weiteren Station seiner Visite am Rande von Lauda-Königshofen konnte sich Norbert Barthle einen Eindruck von den lokalen Gegebenheiten für die vorgesehene Osttrasse machen.

Nach der ausführlichen Ortsbegehung war das Fazit des Staatssekretärs deutlich: „Die Ortsumgehung Lauda-Königshofens ist nach wie vor sowohl im geltenden Bedarfsplan als auch im aktuellen Entwurf des BVWP beibehalten“, so Norbert Barthle. Er halte den seit langem vorgesehenen und angestrebten Bau einer Umgehungsstraße zur Verkehrsentlastung in Lauda-Königshofen vernünftig. Auch die vom Gemeinderat beschlossene Ost-Trasse mit teilweiser Untertunnelung sei für den Berliner Politiker eine „schlüssige Planungsvariante“. Im Zuge dessen hob Alois Gerig die große Bedeutung seines Besuchs hervor: „Ich bin Staatssekretär Barthle sehr dankbar dafür, dass er sich vor Ort ein Bild der aktuellen Situation und der Planungen für eine Umgehungsstraße sowie deren Trassenverlauf macht.“

Im Anschluss fuhr die kleine Delegation nach Hardheim. Auch hier machte sich Staatssekretär Norbert Barthle ein Bild von der Lage vor Ort. Anders als in Lauda-Königshofen soll die Ortsumgehung für Hardheim jedoch nicht als vordringliche Maßnahme in den neuen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden – hier spricht man von einer Einstufung als ‚weiterer Bedarf ohne Planungsrecht‘, welches weniger prioritär eingestuft ist. Umso wichtiger war es Alois Gerig, seinem Parlamentskollegen die aktuelle Lage in Hardheim zu veranschaulichen.

In Hardheim besichtigten die Politiker die besonders vom Verkehr belasteten Streckenabschnitte sowie die Hardheimer Ortsdurchfahrt und diskutierten verschiedene Trassenführungen. Alois Gerig setzt sich vehement dafür ein, um doch noch eine Aufstufung bei der Dringlichkeit erreichen zu können. „Wir werden nach jedem Strohhalm greifen. Noch ist nichts zu spät. Wenn die Aufnahme der Ortsumgehung Hardheims in den ‚vordringlichen Bedarf‘ nicht aufgenommen wird, muss es aber zumindest das Ziel sein, Planungsrecht zu bekommen, um in die konkrete Planungsphase einsteigen zu können“, so Alois Gerig hoffnungsvoll. Es komme nämlich immer wieder mal vor, dass andere Projekte aus der Planung fallen. In einem solchen Fall könne Hardheim eventuell einspringen. „Wir müssen noch mal richtig Gas geben und versuchen, die Kollegen im Bundestag zu überzeugen, dass Hardheim bei der Dringlichkeit noch eine Stufe hoch fällt“, so Alois Gerig.

Konkrete Zusagen konnte Staatssekretär Norbert Barthle den Hardheimer Verantwortlichen verständlicherweise nicht machen, zumindest aber etwas Hoffnung: „Aus Sicht der Regierung ist es erforderlich, die Ortsumgehung für Hardheim mit Planungsrecht auszustatten. Mit einer Höherstufung wäre deshalb schon viel gewonnen. Das müsste das Ziel sein“, so der Staatssekretär.

Alois Gerig resümierte abschließend, dass es ihm bei der Unterstützung für die Ortsumgehungen in seinem Wahlkreis auch um den ländlichen Raum insgesamt gehe, denn dafür stehen er und seine Politik.