Silvia Neid in Heimatstadt Walldürn für ihre sportlichen Verdienste und Engagement im Fußball geehrt

18.04.2017

Im Walldürner „Haus der offenen Türe“ wurde am Wochenende zu Ehren der dreimaligen Weltfrauenfußballtrainerin, Silvia Neid, ein Stehempfang gegeben. Wahlkreisabgeordneter Alois Gerig, Landrat Dr. Brötel und Bürgermeister Günther würdigten dabei die zahlreichen Verdienste des Walldürner Ausnahmetalents.

In seinem Grußwort brachte Alois Gerig den Stolz der Heimat zum Ausdruck: „Silvia Neid ist für uns ein besonderes Idol, sie hat an allen international gewonnenen Titeln der Frauenfußballnationalmannschaft als Aktive oder als Trainerin mitgewirkt und dabei den Frauenfußball wie keine zweite geprägt“.

Neben den sportlichen Leistungen stellte der CDU-Abgeordnete aber auch die Vorbildfunktion der Sportlerin heraus: „Als Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft, aber auch als aktiver Sportfreund weiß ich wie wichtig die richtige Balance zwischen ausreichender Bewegung und gesunder Ernährung ist. Insbesondere unsere Jugend braucht solche Vorbilder um selbst aktiv zu werden“. In der heutigen Zeit, in der Schreibtischarbeit immer mehr zunehme, sei es wichtig, einen Ausgleich zu schaffen. Silvia Neid sei dabei ein Vorbild, die den Mannschaftssport Fußball vor allem bei Mädchen beliebt gemacht habe, so der Abgeordnete beim anschließenden Gespräch während des Empfangs. Alois Gerig ergänzte zudem, dass ihre beispielhafte Karriere zeige, wie weit einem Leidenschaft, Engagement und Disziplin bringen könne.

Silvia Neid bedankte sich für die Ehrungen ihrer Heimatstadt und für die Unterstützung ihrer Familie bei allen Karriereschritten. Die Leidenschaft für den Fußball sei ihre Motivation gewesen, so die ehemalige Bundestrainerin. Nach der Verewigung im goldenen Stadtbuch verteilte Silvia Neid noch Autogramme an die wartenden Fans.

Die aus Walldürn stammende Silvia Neid bestritt insgesamt 111 Spiele im Trikot der deutschen Frauen-Nationalmannschaft und erzielte dabei 48 Tore, wurde Vizeweltmeisterin und dreimalige Europameisterin. Anschließend war sie für die Jugendarbeit zuständig, danach Assistenztrainerin und von 2005 bis 2016 Bundestrainerin. Ein WM Titel (2007), zwei EM Titel (2009 und 2013), sowie Bronze bei den Olympischen Spielen gingen dabei auf ihr Trainerkonto. 2008 wurde sie von Bundespräsident Horst Köhler für Ihre Erfolge und Leistungen zudem mit dem silbernen Lorbeerblatt und dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt.