Regionale Produkte sind „in“

11.08.2017

Im Umgang mit dem Fipronil-Skandal sei der beste Schutz, laut Alois Gerig, auf regionale Produkte zu setzen. Viele Verbraucher seien verunsichert und fragten „Wie sicher ist mein Frühstücksei?“, so Gerig im Rahmen einer Betriebsbesichtigung bei Berres-Nudeln in Gerolzahn. Der Abgeordnete hatte zu diesem Termin zudem den Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, MdL Peter Hauk, eingeladen. Hauks Fazit: „In Zeiten des Eierskandals kaufen Kunden Produkte, die Nähe vermitteln können.“ Die regionale Nudelproduktion in Gerolzahn sei somit ein echter „Vorzeigebetrieb“, auf den man sich verlassen könne.


Seit Herbst 1987 produziert Geschäftsführer Reinhard Berres in der 134-Seelen-Ortschaft Nudeln „aus und für die Region“, wie er betont. Sein Ziel: regionale Rohstoffe anbauen (lassen), weiterverarbeiten und direkt vermarkten. Damit trifft er den Nerv der Verbraucher: „Die Kunden besinnen sich wieder zurück nach Produkten aus Deutschland.“
Dass deutsche Produkte die Besten seien, liege Gerig zufolge unter anderem an den strengen Auflagen, die Landwirten und Veredlern zuweilen das Leben schwer machen. Dennoch arbeite man daran, dass „die Landwirtschaft bunt und vielfältig“ bleibt und die Wertschätzung von Lebensmitteln wieder wächst. Ortsvorsteher Heinrich Hennig betont, dass diese Unterstützung auch tatsächlich in den kleinen Kommunen ankomme. Es zeige sich daran, dass bspw. das ‚Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum‘ der Firma Berres schon zweimal geholfen habe. Das kommt auch der Gemeinde zugute, so bietet die Firma Berres rund 50 Arbeitsplätze.


Mit seiner nachhaltigen Produktion auf kurzen Wegen hat sich Berres ein festes Standbein geschaffen und vermarktet seine zum Teil auch ausgefallenen Produkte an eine bunte Käuferschaft. Wie die Verarbeitung genau abläuft, zeigt der Betrieb in seiner ‚Gläsernen Nudelproduktion‘. Und die Nachfrage ist groß: Rund 500 Busse fahren Berres zufolge jährlich auf die Walldürner Höhe und laden dort Besucher für eine solche Erlebnisbesichtigung ab. Für den Politikerbesuch übernimmt diese der Geschäftsführer persönlich. Dabei führt er durch den Hofladen mit Direktverkauf, die Produktion und das Hochregallager, das „bis zu 20 Tonnen Nudeln speichern“ könne.


Bevor er an einen Anbau denkt, will er aber zunächst ein anderes Projekt verwirklichen: Um einen Teil des Bedarfs an Eiern selbst zu decken, plant er einen Legehennenstall. Die Besonderheit: Der Stall solle aus mehreren Teilen bestehen und fahrbar sein – „damit die Hühner immer frisches Gras haben“. Abschließend lobte Alois Gerig die Firma für ihr ausdrückliches Bekenntnis zur Region: „Regionale Produkte sind in – die Firma Berres lebt dies bereits seit 30 Jahren – ein Aushängeschild unserer Region!“