Imkerei und Landwirtschaft leisten Dienst an Natur

17.07.2017

Einen Dialog zwischen Landwirtschaft und Imkerei anzuregen, war das Ziel eines Fachgesprächs mit dem Präsidenten des Deutschen Imkerbunds (DIB), Peter Maske, am Lehrbienenstand im Lauda-Königshofener Ortsteil Heckfeld. Auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Alois Gerig war der Imkerpräsident gekommen, um gemeinsam mit fast 100 Imkern und Landwirten aus der Region Odenwald-Tauber über Fragen der Bienenhaltung und der damit in Zusammenhang stehenden Forst- und Landwirtschaft zu diskutieren.

Der Vorsitzende des gastgebenden Imkervereins Taubergrund, Bernd Weckesser, zeigte sich bei seiner Begrüßung erfreut über das rege Interesse an der Thematik und betonte die Wichtigkeit von Bienen und Imkerei für Flora und Fauna. In seiner Ansprache unterstrich auch Wahlkreisabgeordneter Alois Gerig die nicht zu unterschätzende Funktion der kleinen Insekten. In seiner Funktion als Vorsitzender des Agrarausschusses im Deutschen Bundestag hob Alois Gerig zudem die Gemeinsamkeiten von Landwirtschaft und Imkerei hervor. Er zeigte sich überzeugt, dass man gegenseitig voneinander profitieren könne. „Dies gelingt aber nur, wenn miteinander, statt übereinander gesprochen wird“, so der Abgeordnete.

Seitens der Imkervertreter wurden viele Ideen für eine Umstrukturierung und Verbesserung der europäischen und deutschen Landwirtschaftspolitik vorgebracht. Dabei gab Imkerpräident Peter Maske den Anwesenden auch Anregungen zu Anbau und Aussaat bisher untypischer Pflanzenarten mit auf den Weg. Dies könne einerseits den Landwirten neue Märkte erschließen, andererseits würden Bienen und Insekten so über die gesamte Vegetationsperiode vielfältige und ausreichende Nahrungsquellen vorfinden.

Die Landwirte zeigten sich hierbei offen für neue Wege und mahnten zugleich mehr Wertschätzung für ihren Dienst an der Natur an. Seitens des Imkerpräsidenten wurde in diesem Zusammenhang eine ‚Gemeinwohlprämie‘ ins Spiel gebracht. Dadurch könnten Landwirte für erbrachte Gemeinwohldienste, wie beispielsweise die Begrünung von Randstreifen, gefördert werden.

Agrarpolitiker Alois Gerig machte zudem deutlich, dass er in der bäuerlichen Landwirtschaft und einer ausgeglichenen Bewirtschaftung den Garant für den Erhalt eines reich gedeckten Tisches sowohl für Bienen, als auch für den Verbraucher sieht. „Diese Strukturen sollen auch in Zukunft Tragsäule der Landwirtschaft bleiben“, so Alois Gerig abschließend.