Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Vertrauen!

26.09.2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

am vergangenen Sonntag ging ein intensiver Wahlkampf zu Ende. Mit 46,9 Prozent der Erststimmen haben mich die Bürgerinnen und Bürger des Wahlkreises Odenwald-Tauber zu ihrem Wahlkreisabgeordneten gewählt. Für das Vertrauen, das mir damit ausgesprochen wurde, bedanke ich mich sehr herzlich.

Nach der Wahl erreichten mich zahlreiche Glückwünsche, für die ich ebenfalls herzlich danke. Ein besonders großes Dankeschön richte ich an die unzähligen Wahlkämpfer in den CDU-Kreisverbänden Main-Tauber und Neckar-Odenwald. Nur durch die großartige Teamleistung war es mir möglich, zum dritten Mal in Folge den Wahlkreis direkt zu holen – das „Triple“ ist geschafft!

Als am Wahlabend die ersten Ergebnisse eintrafen, kam bei mir zunächst keine Freude auf. Bei Lichte betrachtet ist unser Wahlkreisergebnis aber mehr als zufriedenstellend: Im Main-Tauber- und Neckar-Odenwald-Kreis ist die CDU mit großem Abstand stärkste Kraft. Unser Erststimmenergebnis ist das Drittbeste in Baden-Württemberg, nur Wolfgang Schäuble und Thorsten Frei sind knapp besser. Zudem haben wir sieben Prozentpunkte mehr Erststimmen als Zweitstimmen erhalten – in dieser Zahl kommt Wertschätzung für meine Person zum Ausdruck, über die ich mich besonders freue.

Leider konnten wir uns nicht völlig vom Bundestrend abkoppeln. Bei den Erst- und Zweitstimmen mussten wir gegenüber dem herausragenden Ergebnis von 2013 deutliche Verluste hinnehmen. Besonders bitter: Meine Kolleginnen Margaret Horb und Nina Warken wurden nicht wieder in den Bundestag gewählt. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion verliert zwei engagierte und kompetente Abgeordnete, die auch das Gewicht unserer Region in Berlin gestärkt haben.

Schonungslos müssen wir der Frage nachgehen, warum sich viele Wählerinnen und Wähler von der Union abgewendet haben. Mein Eindruck ist, dass wir uns im Wahlkampf zu sehr auf unsere wirtschafts- und sozialpolitischen Erfolge verlassen haben. Dabei haben wir übersehen: Viele Menschen fühlen sich nicht ernst genommen oder gar abgehängt – um ihre Sorgen und Ängste haben wir uns nicht hinreichend gekümmert. Die CDU wird hart daran arbeiten müssen, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.

Protest und Unzufriedenheit bescherte der AfD den Einzug in den Bundestag. Ich habe starke Zweifel, dass die AfD zu einer besseren Politik beitragen kann. Dieser zerstrittene Haufen ist überwiegend mit sich selbst beschäftigt und wohl kaum zu konstruktiver Parlamentsarbeit fähig. Die AfD wird von Wut, Angst und Hass angetrieben – daraus kann nichts Vernünftiges entstehen. Die CDU/CSU muss dem eine besonnene Politik mit Maß und Mitte entgegensetzen.

Dem neuen Bundestag werden sechs Fraktionen angehören. Die Regierungsbildung wird dadurch nicht leichter. Ob eine weitere „GroKo“ oder doch „Jamaika“ – auf jeden Fall stehen lange und schwierige Koalitionsverhandlungen bevor. Im Unterschied zur SPD will die Union nicht vor der Regierungsverantwortung davonlaufen – wir wollen Politik für Deutschland gestalten. Ich werde mich dafür einsetzen, dass bei den Verhandlungen die Interessen des ländlichen Raums nicht zu kurz kommen.

Bei der Bundestagswahl hat die Union einen klaren Regierungsauftrag erhalten. Im Wahlkreis Odenwald-Tauber haben die Bürgerinnen und Bürger mich beauftragt, ihre Interessen im Bundestag zu vertreten. Ich nehme den Auftrag mit großer Dankbarkeit an und werde unserer Region in Berlin eine starke Stimme geben. Ich freue mich auf die Arbeit – packen wir es an!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Alois Gerig