Handwerk im ländlichen Raum – Alois Gerig informiert sich bei Innungsobermeister Haag in Neubronn

28.02.2017

Einen Einblick in die hohe Kunst der Möbelschreinerei erhielt Wahlkreisabgeordneter Alois Gerig während seines Besuchs des Neubronner Schreinerbetriebs von Innungsobermeister Jochen Haag. Neben einer Betriebsbesichtigung wurden in einem anschließenden Gespräch die Herausforderungen eines handwerklichen Betriebs im ländlichen Raum thematisiert.

„Mit dem, was Ihr Betrieb in Maßarbeit herstellt, kann kein schwedisches Großunternehmen mithalten“, scherzte Alois Gerig während seines Rundgangs und stellte zudem die Wichtigkeit der Handwerksbetriebe vor Ort heraus. „Das Handwerk schafft Arbeitsplätze, steht für hohe Qualität und bietet wohnortnahe, individuelle Lösungen für den Kunden“, so der Abgeordnete weiter.

Im anschließenden Austausch sprach Schreinermeister Jochen Haag u.a. das Thema Breitbandausbau an. Hier habe man als Betrieb im ländlichen Raum noch einige Nachteile im Vergleich zu Betrieben in städtischen Gebieten. Alois Gerig verdeutlichte, dass ihm die gleichwertigen Lebensverhältnisse in Stadt und Land ein Herzensanliegen sei, wofür er sich auch in Zukunft einsetzen wird. „Gerade beim Thema Breitbandausbau ist der Main-Tauber-Kreis auf einem guten Weg. Dies ist nicht zuletzt auch durch Zuschüsse des Bundes in Höhe von 11,18 Millionen Euro ermöglicht worden“, so der Bundestagsabgeordnete optimistisch.

Eine weitere Herausforderung, so Jochen Haag, sei die Nachwuchsgewinnung im ländlichen Raum, die sich immer schwieriger gestalte. Problematisch sei hier vor allem die Klassengröße in den Berufsschulen. Nur bei einer Anzahl ab 16 Schülern wird auch eine Klasse angeboten – eine entscheidende Frage über die Zukunftsfähigkeit der Handwerksbetriebe im ländlichen Raum, so Alois Gerig, der bereits mit den entsprechenden Entscheidungsträgern in Kontakt getreten ist. „Wir arbeiten bereits mit Nachdruck an einer Lösung, dass Klassen auch mit niedrigeren Schülerzahlen beschult werden können, so dass die Schüler nicht hunderte von Kilometern zu ihrer Berufsschule pendeln müssen. Für die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums in allen Bereichen zu kämpfen – das ist mein Auftrag“, so Alois Gerig abschließend.