Gespräch mit dem Zentralverband Gartenbau: Witterungsextreme machen bessere Risikovorsorge erforderlich

24.01.2018

Der Gartenbau mit seinen kleinen und mittelständischen Betrieben ist unverzichtbar, um Wertschöpfung und Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu sichern. Zahlen belegen dies eindrucksvoll: Rund 52.000 Gartenbau-Betriebe geben über 700.000 Menschen Lohn und Brot – und zwar überwiegend im ländlichen Raum.

Gerne habe ich die Einladung des Zentralverbandes Gartenbau angenommen und mich am Eröffnungstag der Grünen Woche mit dem Präsidium des Verbandes zu einem Gedankenaustausch getroffen. Wir waren uns einig, dass die Regierungsbildung zügig abgeschlossen werden muss und die künftige Koalition die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Stadt und Land zu einem Schwerpunktthema machen sollte.

Im Gespräch wurde deutlich, wo aus Sicht der Gartenbau-Branche besonderer Handlungsbedarf besteht: Mit Blick auf Starkregenereignisse und Spätfröste wird die Notwendigkeit gesehen, dass sich die Betriebe besser vor Witterungsextremen schützen. Da diese Wetterkapriolen bedingt durch den Klimawandel noch zunehmen werden, halte ich die Forderung nach mehr betrieblicher Risikovorsorge für absolut berechtigt – Politik und Branche müssen bei diesem Thema gemeinsam an Lösungen arbeiten.

Mir ist es um die Zukunft des Gartenbaus in Deutschland nicht bange: Die Produkte der Branche stehen bei den Verbrauchern hoch im Kurs – insbesondere Blumen, Zierpflanzen sowie Obst und Gemüse. Wie keine zweite „grüne Branche“ sorgt der Gartenbau für das Wohlbefinden der Menschen.