Ehrenamtliche des DRK in Berlin

06.07.2017

Auf Einladung des Wahlkreisabgeordneten Alois Gerig  besuchten rund 50 Haupt- und Ehrenamtliche der DRK-Kreisverbände Bad Mergentheim und Tauberbischofsheim die Bundeshauptstadt.

Auf dem umfangreichen Programm der viertägigen Reise stand unter anderem auch der Besuch des Deutschen Bundestages, bei dem die Teilnehmer einen Einblick hinter die Kulissen der großen Politik erhielten. So konnten die Rotkreuzler eine Plenarsitzung hautnah miterleben und dem Schlagabtausch im Parlament folgen. Nach einer per-sönlichen Führung durch das Reichstagsgebäude berichtete der Bundestagsabgeordnete Alois Gerig über seine Arbeit als Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft und gewährte den Besuchern Einblicke in den Alltag eines Abgeordneten. Neben den Themenbereichen der Landwirtschaft und Ernährung arbeite er insbesondere daran, den ländlichen Raum weiter voranzubringen. Die medizinische Nahversorgung spiele dabei eine bedeutende Rolle. Deshalb sei neben einer guten Ärzte- und Krankenhausversorgung auch das Ehrenamt ein wichtiger Baustein. „Sie leisten mit Ihrem Engagement einen unverzichtbaren Beitrag für die Menschen in unserer Heimat“, so Alois Gerig. Mit mehreren Helfer-vor-Ort-Gruppen unterstützen die Ehrenamtlichen den hauptamtlichen Rettungsdienst und könnten so im Notfall Leben retten. „Man sieht, dass mit einfallsreichen Ideen und wenig Aufwand viel erreicht werden kann", lobte der Abgeordnete das Konzept. Daher werde die Bedeutung des Ehrenamts auch in Zukunft steigen. Mit der Einladung nach Berlin wolle er ein Stück weit von dem zurückgeben, was die Ehrenamtlichen in unzähligen unentgeltlichen Stunden leisteten und damit seinen Dank und seine Wertschätzung ausdrücken, so Alois Gerig in seinen Abschlussworten.

Bevor die Gruppe den Heimweg antrat, ermöglichte der Bundestagsabgeordnete seinen Gästen Besichtigungen im Notaufnahmelager Marienfelde, im Bundesinnenministerium und beim Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes. Insbesondere das Notaufnahmelager Marienfelde hinterließ bei den Besuchern aus der Heimat einen bleibenden Eindruck. In dem Lager, das bis zur Wende als Notaufnahmelager für Grenzflüchtlinge aus der DDR diente, konnten unzählige Flucht- und Leidensgeschichten von geflohenen Bürgern aus dem sozialistischen Unrechtsstaat nachvollzogen werden. Der Besuch im Aufnahmelager führte den Taubertälern auch vor Augen, welche immensen Anstrengungen und Risiken die fliehenden DDR-Bürger auf sich nahmen, um dem Regime und seinem Spitzelapparat zu entfliehen und in der Bundesrepublik in Freiheit leben zu können.

Nach vier Tagen politischer Bildungsreise trat die Gruppe mit zahlreichen Erlebnissen aus dem politischen Berlin und vielen kulturellen und historischen Eindrücken die Heimreise an.