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10.02.2017

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

seit Monaten stichelt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks von der SPD gegen die Landwirtschaft. In der vergangenen Woche der unrühmliche Höhepunkt: Das Bundesumweltministerium startete eine Kampagne, die bei vielen Bäuerinnen und Bauern für Empörung sorgte.

In „neuen Bauernregeln“ stellte Frau Hendricks die Landwirtschaft in Deutschland in vorwitzigen Reimen an den Pranger: Den Landwirten wird vorgeworfen, nicht sorgsam mit ihren Tieren umzugehen, das Grundwasser mit Nitrat zu verunreinigen und die Umwelt zu vergiften. Offensichtlich war die Absicht der Ministerin, mit Stimmungsmache gegen die Landwirte den Wahlkampf der SPD zu befeuern.

Mir fehlt für die pauschale Verunglimpfung jedes Verständnis: Die deutsche Landwirtschaft produziert nach höchsten Standards des Natur-, Tier- und Verbraucherschutzes – dies wird insbesondere im internationalen Vergleich deutlich.

Die berechtigte Kritik aus dem Berufsstand und aus der Union haben zu einem Einsehen geführt: Frau Hendricks hat die Kampagne zurückgenommen und sich bei den Bäuerinnen und Bauern entschuldigt. Das Einstampfen der unsäglichen Kampagne ermöglicht es hoffentlich, zu einer sachlichen Debatte zurückzukehren.

Unstrittig ist: Die Landwirtschaft in Deutschland muss sich auch in Zukunft weiterentwickeln, beispielsweise bei der Tierhaltung. Das geht aber nur mit den Landwirten und nicht gegen sie. Seit 2011 wurden Antibiotika-Anwendungen in landwirtschaftlicher Tierhaltung um die Hälfte reduziert – das zeigt, dass sich die Branche Problemen stellt und Herausforderungen erfolgreich meistern kann.

Ich bin überzeugt: Wir brauchen Kampagnen „für“ und nicht „gegen“ die Landwirtschaft, wenn wir den Strukturwandel nicht weiter beschleunigen wollen. Erforderlich ist ein Bewusstseinswandel: Wenn Handel und Verbraucher bereit wären, die Leistungen der Landwirtschaft besser zu vergüten, würde sich dies positiv auf die Agrarstrukturen auswirken!

In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob Frau Hendricks ihr Bedauern ernst meint und nun das aufrichtige Gespräch mit den Bauern sucht. Einen Wahlkampf, der auf dem Rücken hart arbeitender Menschen im ländlichen Raum ausgetragen wird, werden wir der SPD nicht durchgehen lassen!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Alois Gerig