Carsten Linnemann und Alois Gerig diskutieren über wachsende Politikverdrossenheit und Chancen für den ländlichen Raum

22.02.2017

Auf Einladung von Wahlkreisabgeordneten Alois Gerig besuchte der Bundesvorsitzende der Mittelstandsvereinigung der CDU/CSU, Dr. Carsten Linnemann, den Neckar-Odenwald-Kreis. Im Mittelpunkt seines Impulsvortrags stand die Ursachensuche nach der immer größer werdenden Politikverdrossenheit der Menschen.

Als einschneidende Ereignisse nannte der Bundesvorsitzende beispielsweise die Euro- und später die Flüchtlingskrise, durch die den Bürgern ein Bild geboten wurde, das nicht mehr ihrer persönlichen Realität entsprach. Insbesondere die Parteien und die Medien hätten hierbei ein weitestgehend einheitliches Meinungsbild verkörpert. Daher fordert Carsten Linnemann, dass sich die Parteien wieder richtig unterscheiden und auch klare Positionen vertreten. „Denn die Wahl kommt von Auswahl. Und nur wenn ich verschiedene Angebote habe, kann ich auch auswählen“, so der Mittelstandspolitiker.

Dem Impulsvortrag folgte eine rege Diskussionsrunde, in der sich die beiden Bundestagsabgeordneten den Fragen der Anwesenden stellten. Neben den angesprochenen Herausforderungen für die Handwerksbetriebe durch die steigende Tendenz zum Abitur betonte Alois Gerig, dass Wirtschafts- und Finanzpolitik zugleich auch immer Struktur- und Gesellschaftspolitik sei. Dies lasse sich insbesondere im ländlichen Raum aufzeigen und deklarierte das Thema ‚schnelles Internet‘ als aktuelle Gerechtigkeitsfrage. „Auch die Bürgerinnen und Bürger im ländlichen Raum haben ein Recht auf Breitbandversorgung, denn nur so können sie ihre Lebens- und Wirtschaftsräume attraktiv halten und wettbewerbsfähig bleiben.“ Als persönliches Ziel und Vision nannte Alois Gerig die gleichwertigen Lebensverhältnisse in Stadt und Land und resümierte: „Dies ist mein Anspruch an eine gerechte Politik im Sinne aller.“