Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen besuchte Hardheim

19.09.2017

Sympathisch, witzig und ungemein unterhaltsam präsentierte sich die Bundesverteidigungsministerin bei ihrem Wahlkampfauftritt in der Hardheimer Erftalhalle. Über 400 Besucher erlebten einen Politprofi durch und durch und empfingen die Ministerin mit stehenden Ovationen.

Bundestagsabgeordneter Alois Gerig dankte in seiner Eröffnungsrede der Verteidigungsministerin für ihre Entscheidung, die Carl-Schurz-Kaserne zu reaktivieren. Dabei plauderte er gleich aus dem Nähkästchen und verriet: „Mit Ursula von der Leyen verbindet mich die Freundschaft zu den Pferden.“ Im gemeinsamen Gespräch über das Lieblingshobby sei es ihm gelungen, der Ministerin einen Besuch in seinem Wahlkreis, dem „schönsten Wahlkreis Deutschlands“, ans Herz zu legen. Diesem Wunsch kam die CDU-Politikerin gerne nach.

Gemeinsam mit allen politischen Kräften sei es in einem langwierigen Prozess zudem gelungen, die Ministerin und die entscheidenden Stellen im Verteidigungsministerium von den Standortvorteilen Hardheims zu überzeugen und den Stein der Wiederbelebung ins Rollen zu bringen. „Ihr außergewöhnlicher Abgeordneter ist nicht ganz unschuldig daran, dass wir die Kaserne in Hardheim reaktivieren“, lobte die Ministerin den Einsatz von Alois Gerig. In ihrem Vortrag nahm sie zudem Stellung zur aktuellen Weltpolitik und beleuchtete dabei die veränderte globale Sicherheitslage, die zu einer Trendwende bei der Bundeswehr geführt habe. Auch diese Faktoren führten zu der Einsicht: „Wir brauchen die Carl-Schurz-Kaserne!“

An Konfliktherde wie die Krim-Krise oder die Bedrohung durch den IS sei vor einigen Jahren noch nicht zu denken gewesen. Nachdem die Bundeswehr seit der Wiedervereinigung nur geschrumpft worden sei, gehe es nun darum, sie an die neuen Aufgaben anzupassen und sie entsprechend auszurüsten. Die 58-Jährige stellte die Bedeutung der NATO heraus und verdeutlichte die Notwendigkeit des gemeinsam gefassten Beschlusses, dass alle Bündnispartner bis 2024 zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für die Verteidigung ausgeben. Dass die SPD dies nun im Wahlkampf in Frage stelle, obwohl sie die Entscheidung zuvor mitgetragen habe, gehe nicht: „Wir brauchen Verlässlichkeit!“ Auch zum Thema Türkei sprach die Ministerin Klartext: Nicht die EU müsse sich bewegen, sondern die Türkei. Und den Respekt, den die Türkei immer für sich einfordere, „den soll sie zunächst einmal uns zollen!“ Der Applaus des Publikums zeigte, dass die CDU-Politikerin damit den Nerv getroffen hatte.

Im Anschluss schlug die Ministerin einen Bogen von der Außenpolitik zur Innenpolitik und stellte noch einmal die Erfolgsbilanz der Bundesregierung heraus. Abschließend appellierte sie an das Publikum: „Gehen Sie am 24. September wählen!“