Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe diskutierte mit Klinikvertretern und Politikern über die medizinische Versorgung im ländlichen Raum

23.02.2017

Die medizinische Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum stellt im demographischen Wandel eine Herausforderung dar. Dies veranlasste Alois Gerig, Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in seinen Wahlkreis einzuladen, um mit Klinikvertretern aus dem Main-Tauber- und Neckar-Odenwald-Kreis sowie kommunalen Politikern über die medizinische Versorgung im ländlichen Raum und deren Finanzierung zu sprechen.

„Es war ein intensiver Dialog, aber auch ein guter Meinungsaustausch“, sagte Hermann Gröhe. Man müsse sich fragen, wie man bei den zurückgehenden Jahrgängen mit weniger jungen und mehr älteren Menschen die Versorgung attraktiv halten könne. Verständnis für die kommunalen Politiker und Klinikvertreter zeigte der Minister beim Thema Vergütung und verwies darauf, dass in Baden-Württemberg bereits erhebliche Schritte unternommen wurden. Die bundesweite Krankenhausreform, die am 1. Januar 2015 in Kraft getreten ist, müsse sich erst noch in der Praxis bewähren. Doch zeigte sich der Gesundheitsminister überzeugt, dass die reale Leistung, die die Angestellten der Kliniken leisten, besser vergütet werden müssten.

Bei einem Rundgang durch die neue Palliativstation der Klinik konnte sich Hermann Gröhe dann im Anschluss an das Gespräch ein Bild von der Versorgung vor Ort machen. Die Palliativmedizin liege ihm besonders am Herzen, so der Bundesminister und erklärte: „Sie wird in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen, deshalb ist ein flächendeckendes Angebot umso wichtiger.“

Alois Gerig zeigte sich dankbar, dass sein Berliner Kollege seiner Einladung nach Buchen gefolgt war. „Es ist wichtig, in den Städten und auf dem Land die gleichen Bedingungen bei der medizinischen Versorgung zu schaffen“, konstatierte Alois Gerig. Zudem sprach er den bundesweiten Trend an, dass viele junge Menschen wegen der besseren Lebensbedingungen in die Ballungsgebiete ziehen. „Wenn die Krankenhausversorgung auf dem Land stimmt, ist der Trend auch in die andere Richtung möglich“, so der Wahlkreisabgeordnete überzeugt.