Ausschussvorsitzender informiert sich in Südafrika über „Empowerment-Projekte“

12.04.2017

Zurzeit befindet sich Ausschussvorsitzender Alois Gerig mit einer kleinen Delegation von Ausschussmitgliedern in Namibia und Südafrika. Neben intensiven politischen Gesprächen mit Parlamentariern und Regierungsmitgliedern als auch mit Repräsentanten von Bauernverbänden, Initiativen und Nichtregierungsorganisationen standen auch der Besuch der „De Fynne“ Baumschule, das Projekt „Thokozani“ und „Compagniesdrift“ in der Kap-Region in Südafrika auf der Agenda.

Alle drei Projekte sind „Empowerment-Projekte“ des Landwirtschaftsministeriums der „Western Cape Provinz“ und sollen Menschen, die in der Landwirtschaft tätig sind, befähigen, eigenständig zu wirtschaften. Alle drei Unternehmen werden von Preisträgerinnen des „Female Entrepreneur of the Year” Wettbewerbs geleitet.

Die „De Fynne“ Baumschule wurde von Forschern der Stellenbosch Universität gegründet. Es startete 2001 als ein kleines Start-up Unternehmen und hat sich mittlerweile zu einem vollständig gewerblichen Unternehmen entwickelt. „De Fynne“ züchtet auf 22 Hektar Pflanzen für den südafrikanischen Großhandel. Ein zentrales Ziel des Unternehmens ist es, Arbeitsplätze in der Region zu schaffen, um somit die gegenwärtige hohe Arbeitslosigkeit in der ländlichen Region zu mindern.

Der „Compagniesdrift“ bietet lokalen Weinproduzenten die Möglichkeit, ihre Weine kostengünstig zu Lagern, abzufüllen und zu etikettieren.

Das „Thokozani Projekt“ leistet einen Beitrag zur regionalen Entwicklung der Region und bietet jedem Arbeiter die Möglichkeit, einen Anteil am Unternehmen im Wert von R 10 000 bis R 20 000 zu erwerben. Die Arbeiter verpflichten sich damit zu einer fünfjährigen Zusammenarbeit und erhalten so einen Anreiz, langfristig zum Erfolg des Unternehmens beizutragen und davon zu profitieren.

Im Anschluss ging es für die Delegation nach Stellenbosch, um das „Woman on Farm Projekts“ zu besichtigen. Mit einem landestypischen Begrüßungstanz wurden die Ausschussmitglieder herzlich willkommen geheißen und Ihnen entsprechend Respekt gezollt.

Die Mission des Projektes ist es, Frauen in der Landwirtschaft dabei zu unterstützen, ihre konstitutionellen Rechte und Bedürfnisse einzufordern. „Women on Farms“ setzen dabei auf die Mobilisierung der Frauen, um sie zu befähigen, sich besser vor Missbrauch und sozialer Ausgrenzung am Arbeitsplatz zu schützen. Dies soll vor allem durch Bildung, Interessensvertretung, und praktische Fallarbeit erreicht werden.