Auftakt zur Getreideernte im Wahlkreis – Alois Gerig bei der ZG Raiffeisen

18.08.2017

Auf der gemeinsamen Sommertour mit Minister Peter Hauk besuchte der Wahlkreisabgeordnete Alois Gerig auch Wertheim und sprach mit den Vertretern der Stadt und der ZG Raiffeisen über verschiedene aktuelle Themen aus der Landwirtschaft. 

Bei einem Rundgang durch die Anlage erklärte der Niederlassungsleiter Jürgen Wiesler gemeinsam mit seinem Regionalleiter Uwe Hennemann die Abläufe der Getreideanlieferung durch die regionalen Landwirte. Nach der Wiegung des Getreides werde in einem Schnellverfahren Proben im Labor analysiert, um die Qualität der Ware zu bestimmen. Zum Zwecke des Verbraucherschutzes entnehmen die MItarbeiter zudem eine Rückstellprobe aus jeder Anlieferung und bewahren diese zwei Jahre lang auf. Laut Angaben der ZG Verantwortlichen werde das hiesige Korn auf dem Schiffsweg sogar bis Belgien und Rotterdam geliefert. Im Verlauf des Termins kam das Gespräch auch auf die Qualität der aktuellen Getreideernte: Die Wetterlage habe dabei besonders bei Dinkel, Raps und Braugerste Verluste eingebracht.

Die Themen wandten sich anschließend der Digitalisierung in der Landwirtschaft zu. Der Abgeordnete Alois Gerig, Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft, ist von deren Vorteilen überzeugt: „Nicht nur aus ökonomischer und ökologischer Sicht lohnen sich bessere Analyseverfahren, auch die Lebensmittelqualität verbessert sich.“ Thematisiert wird zudem der Diesel-Skandal: Hier werden die Landwirte aber im Vorteil gesehen, da die Traktoren schon auf dem Stand der Ad-Blue-Technik sind.

Die Teilnehmer kritisierten anschließend die Landwirtschaftspolitik der EU im Bereich des Leguminosen-Anbaus. Die neuen Richtlinien könnten zu einer Rückzahlungspflicht der Fördermittel führen, da die Fünf-Jahres-Frist durch sie nicht eingehalten werden könne. Agrarpolitiker Alois Gerig äußerte selbst Kritik: „Gegen diesen Vertrauensbruch gibt es auch auf Bundesebene starken Protest!“. Minister Hauk fügte an, dass bereits Verhandlungen über Nachlässe für die Bauern mit der EU aufgenommen wurden.