Alois Gerig und Wolfgang Bosbach läuten Wahlkampf ein

12.07.2017

Auf Einladung des Wahlkreisabgeordneten und erneuten Direktkandidaten Alois Gerig war der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach zu Gast in Buchen. Zum offiziellen Auftakt des Bundestagswahlkampfs der CDU war der langjährige Bundestagsabgeordnete als Hauptredner gekommen. Über 200 Zuhörer füllten bei fast 33 Grad sommerlicher Hitze die Buchener Feuerwache bis auf den letzten Platz.

Zu Beginn der Veranstaltung stellte Gastgeber Alois Gerig die wesentlichen Themen des Regierungsprogramms vor. Dabei betonte der Abgeordnete, dass die CDU nicht nur die Partei der Mitte sei, sondern auch die Partei des ländlichen Raums. In keinem anderen Parteiprogramm finde sich ein so starkes Bekenntnis für die Menschen auf dem Land. „Dort wo in der Fläche weniger Menschen leben, braucht es eine andere Politik“, stellte Alois Gerig heraus. Die Union habe dies längst erkannt, was sowohl anhand der aktuellen Politik, als auch bei den Zukunftsvorhaben abzulesen sei. „4 Milliarden für den Ausbau von schnellem Internet, Stärkung der medizinischen Nahversorgung durch eine Landarztquote, Investitionen in Kultur- und Städtebau – all das sind wichtige Weichenstellungen für die Zukunftsfähigkeit unserer Region“, so der Abgeordnete.

Der prominente Gast Wolfgang Bosbach unterstrich die Ausführungen von Alois Gerig und verdeutlichte anhand eines historischen Rückblicks, dass die CDU die richtigen Schlüsselentscheidungen für das Land und die Menschen getroffen habe. Es sei vor dem Mauerfall auch nicht selbstverständlich gewesen, an der Einheit Deutschlands festzuhalten, für die seine Partei Großartiges geleistet habe. In diesem Zusammenhang erklärte er, dass man auch auf das eigene Land stolz sein dürfe: „Wir wollen keine Nationalisten sein, aber Patrioten.“

Zum Thema Brexit stellte Wolfgang Bosbach klar, dass es nicht möglich ist, beim Austritt die Vorteile zu behalten, ohne die Belastungen mitzutragen. Ansonsten könnte dies zu einer Sogwirkung führen. Der Wesenskern Europas sei das Leben in Frieden und Freiheit. Dabei müsse die Brüsseler Bürokratie wahrlich nicht alles und jedes regeln, sondern es gelte, den Staaten den politischen Gestaltungsraum zu lassen. Differenziert sah er das Verhältnis zu den USA, die mit Donald Trump zwar einen „interessanten“ Präsidenten hätten. Er warnte jedoch vor einem Konfrontationskurs. Da man weiter auf gute Beziehungen zu den USA angewiesen sei, gelte es, im Gespräch zu bleiben.

Zum Thema Flüchtlinge betonte der anerkannte Innenpolitiker, dass es bei der Zuwanderung nicht um ein Für oder Wider gehe. Aber man dürfe keine ethischen oder religiösen Konflikte importieren. „Alle, die zu uns kommen, müssen unsere Rechte und unsere Werteordnung einhalten. Das ist nicht verhandelbar“, unterstrich der Rheinländer unter Beifall. Für ihn gehöre der Islam nicht zu Deutschland und sei auch nicht Teil der Werteordnung. „Es wäre doch toll, wenn die Christen in islamischen Ländern so behandelt werden würden wie Moslems hierzulande“, so Wolfgang Bosbach.

In seinen Abschlussworten forderte Alois Gerig dazu auf, die nächsten Wochen für die Ideen, Positionen und Werte der CDU einzutreten und zu werben. Bis zur Wahl am 24. September werde es noch ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen geben, deshalb werde auch er unermüdlich unterwegs sein, um dafür zu kämpfen, dass die erfolgreiche Politik in Berlin fortgesetzt werden kann.