Alois Gerig spricht auf Groß-Demo in Berlin: „Energiewende braucht Akzeptanz im ländlichen Raum“

06.06.2016

„Energiewende retten“ – unter diesem Motto demonstrierten am Donnerstag rund 10.000 Menschen in Berlin für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien. Alois Gerig, Abgeordneter für den Wahlkreis Odenwald-Tauber, sprach für die CDU/CSU zu den Demonstranten: „Wenn die Energiewende gelingen soll, brauchen wir eine breite Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern.“ Der Wahlkreisabgeordnete warb dafür, den Ausbau der Erneuerbaren Energien, die Kostenentwicklung für den Verbraucher und den notwendigen Netzausbau in eine tragfähige Balance zu bringen.

Verbände und Unternehmen der Erneuerbaren-Energien-Branche hatten zu der Demonstration aufgerufen. Der Grund: In den kommenden Wochen wird im Bundestag die Energiewende neu justiert. Die Große Koalition will mit einer Gesetzesnovelle die Erneuerbaren Energien besser in den Markt integrieren und mit dem Netzausbau in Einklang bringen. „Die Union steht zur Energiewende“, rief Alois Gerig auf der Kundgebung vor dem Brandenburger Tor. Neben dem Klimaschutz gehe es auch um den Erhalt von rund 350.000 Arbeitsplätzen in der Branche.

Der Vorsitzende im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft hob hervor, dass die Energiewende besonders im ländlichen Raum Akzeptanz benötige. Auf dem Land gebe es viele gute Beispiele, wie die Energiewende gelingen könne – beispielsweise Projekte von Bürgerenergiegenossenschaften oder der Bau von Nahwärmenetzen. Auf keinen Fall dürfe die Novelle die für den ländlichen Raum wichtige Bioenergie vernachlässigen: „Bioenergie ist der Energieträger, der in Lage ist, die schwankende Stromerzeugung aus Wind und Sonne auszugleichen.“ Für Bestandsanlagen bedürfe es deshalb auch zukünftig eine tragfähige Förderung.