Alois Gerig empfängt Parlamentarischen Staatssekretär Peter Bleser zu Fachgesprächen in seinem Wahlkreis

26.04.2017

Auf Initiative des Wahlkreisabgeordneten Alois Gerig besuchte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Peter Bleser MdB, die Region Odenwald-Tauber. Auf dem Programm stand zunächst die Besichtigung der seit 2008 in Betrieb genommenen Biogasanlage auf dem Hof der Familie Wetterauer in Seckach-Großeicholzheim. Nach dem Praxiseinblick standen Alois Gerig, Staatssekretär Peter Bleser und der Präsident des Fachverbands Biogas, Horst Seide, den anwesenden Biogasanlagenbetreibern Rede und Antwort.

Beim Fachgespräch wurde deutlich, was die Betreiber aktuell bewegt. So sei die Novellierung des EEG zwar ein wichtiger Zwischenschritt, um die Biogasanlagen auch in Zukunft rentabel zu halten, jedoch müsste auch weiter für die Bioenergie als tragendes Element der Energiewende im ländlichen Raum gekämpft werden. „Nur mit einem klugen Energiemix können wir fossile Energieträger auch langfristig ersetzen und Nachhaltigkeit leben“, unterstrich Alois Gerig die Bedeutung von Biomasse. Zudem schloss er sich den Ausführungen von Staatssekretär Bleser an, der Verbesserungen im EEG anmahnte, sodass der ländliche Raum nicht nur weiter Vorreiter, sondern auch weiter Profiteur der Energiewende sein könne.

Im anschließenden Fachgespräch mit Schweinehaltern der Region wurden die aktuellen Themen innerhalb der Branche beleuchtet. Bei dem Austausch in der Landesanstalt für Schweinezucht in Boxberg wurde deutlich, welchen Herausforderungen die Landwirte zurzeit begegnen müssen. Neben dem Kastenstandurteil wurde auch das von der Bundesregierung angestoßene Tierwohllabel intensiv diskutiert. „Das Tierwohllabel kann ein richtiger Schritt sein, Akzeptanz und Vertrauen der Verbraucher zu stärken“, so Alois Gerig und Staatssekretär Peter Bleser.

Abschließend mahnte der Wahlkreisabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft im Deutschen Bundestag auch die Verantwortung des Handels und der Großkonzerne an, die erheblichen Einfluss auf die Marktpreise hätten. Die bäuerlichen Betriebe vor Ort, die tagtäglich für hochqualitative Lebensmittel arbeiteten, könnten nur zukunftsfähig bleiben, wenn ein weiterer Preisverfall gestoppt werde und ihre Arbeit entsprechende Wertschätzung erfahre.